Tankstellenüberfall in Gardelegen: Mutmaßlicher Täter seit gestern vor Gericht / 7400 Euro Beute

„Geld her, sonst passiert was!“

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Die Sprint-Tankstelle am Hopfentunnel in Gardelegen war im Januar 2013 überfallen worden. Seit gestern steht der mutmaßliche Täter vor Gericht.

Stendal / Gardelegen. Mit einer Skimaske über dem Kopf und einer Plastik-Pistole in der Hand soll der Angeklagte J. mit einem Mittäter im Januar 2013 die Sprint-Tankstelle an der Letzlinger Straße in Gardelegen überfallen und dabei etwa 7 400 Euro erbeutet haben.

Dafür muss er sich seit gestern vor dem Stendaler Landgericht verantworten.

Aus dem Gericht

Der gesondert verfolgte K. habe zu J. gesagt: „Lass uns doch mal eine Tankstelle überfallen.“ J. habe sich überreden lassen, räumte er gestern auf Nachfrage des Vorsitzenden Richters Ulrich Galler ein. Am Tatabend gegen 21.45 Uhr sollen K. und J. die Tankstelle mit gezogener Waffe betreten und von der Angestellten mit der Drohung „Geld her, sonst passiert was!“ die Herausgabe der Geldkassette gefordert haben.

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Im Anschluss daran habe K. hinzugefügt: „Jetzt den Tresor!“ Die ebenfalls vernommene Angestellte K. habe den Tresor aus Angst ohne zu zögern aufgeschlossen. Ihr sei beim Angeklagten J. besonders aufgefallen, dass er „die Hand vor die Augen gehalten und immer nach unten geguckt“ habe. Darüber hinaus sei sie von J. nicht verbal bedroht worden.

Von dem Geld habe J. im Anschluss etwa 2500 Euro erhalten. „Eigentlich sollte es die Hälfte sein“, so der 36-jährige Angeklagte. Das Geld habe er in der „Spielo“ verprasst. „Ich dachte, dass es beim Glücksspiel mehr wird“, gab er an. Auf die Frage von Richter Galler, ob er das Geld nicht für etwas anderes hätte nutzen können, nickte der Beklagte: „Ich habe einen Haufen Schulden, vor allem Strom und Gerichtskosten.“

Unter dem Druck der polizeilichen Ermittlungen habe sich J. letztendlich bei der Gardelegener Polizei gestellt und die Tat umfassend eingeräumt

Von Mike Höpfner

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