„Einige waren geschockt“

Wie geht es nach der Quarantäne für Gardelegener Gymnasiasten weiter?

Die Schüler der anderen Klassenstufen werden weiterhin am Gardelegener Geschwister-Scholl-Gymnasium unterrichtet.
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Die Schüler der anderen Klassenstufen werden weiterhin am Gardelegener Geschwister-Scholl-Gymnasium unterrichtet.

Gardelegen – Seit Donnerstag sind die Zehntklässler des Gardelegener Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Quarantäne.

In dieser Klassenstufe gab es bei einem Schüler einen positiven Test, woraufhin laut Kreis 77 Schüler von drei zehnten Klassen sowie 13 Lehrer für die nächsten zwei Wochen zu Hause sind.

Schulleiterin Steffi Ros wurde am Mittwochnachmittag vom Altmarkkreis Salzwedel darüber informiert, als bereits Schulschluss war und die Schüler somit zu Hause waren. Die Schulleiterin selbst war noch im Gymnasium, da die Auswertung einer Stunde eines Referendars stattfand.

Nach der Information vom Altmarkkreis habe sie ihre Kollegen angerufen, erzählt Steffi Ros. „Einige waren natürlich geschockt“. Die Klassenlehrer der drei zehnten Klassen haben die Schüler über die Quarantäne informiert. Diese gilt bis einschließlich Sonntag, 22. November.

Die Schüler aus anderen Klassen können weiterhin das Gymnasium besuchen, da die Schüler in Kohorten aufgeteilt wurden. „Das haben wir sehr gut hinbekommen“, so Steffi Ros. Die Schüler halten sich „vorbildlich“ an das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes sowie der weiteren Maßnahmen, lobt die Schulleiterin die Gymnasiasten. Deswegen sind nur die Zehntklässler von der Quarantäne betroffen und keine weiteren Jahrgänge. An anderen Schulen mussten teilweise alle Schüler und Lehrer in Quarantäne, wenn es einen Infizierten mit dem Corona-Virus gab.

Die Lehrer, die in Quarantäne sind, arbeiten von zu Hause aus. Sie schicken an die Zehntklässler Aufgaben, die diese dann erledigen. Steffi Ros erzählt, dass beim ersten Lockdown im Frühjahr, als die Schüler bereits im Homeschooling waren, einige Lehrer über Skype unterrichtet haben. An dem digitalen Unterricht konnten aber nicht alle Schüler teilnehmen, weil in den Ortschaften die Internetverbindung zu schlecht ist. Um diese Schüler nicht zu benachteiligen, gibt es deswegen nur per Email Unterrichtsmaterial. Aufgaben gibt es von den 13 Lehrern auch für die Schüler, die sie unterrichten würden und die weiterhin zur Schule gehen können. Der Stundenplan für die Gymnasiasten wird nicht verändert. Es wird aber viele Vertretungen für die Schüler geben.

Die Klausuren der Schüler, die in Quarantäne sind, werden verschoben. Die anstehenden Klausuren in den elften und zwölften Klassen müssen stattfinden, so die Schulleiterin. Das Kurshalbjahr für die Zwölftklässler endet bereits im Dezember, danach beginnt bereits das zweite Schulhalbjahr, weil im Frühjahr die Abiturprüfungen für die Zwölftklässler anstehen. Wegen des verkürzten Halbjahres gibt es keine Möglichkeiten, die Klausuren zu verschieben. „Die Klausuren werden mit dem derzeitigen Wissensstand der Schüler geschrieben“, so Steffi Ros.

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