Erster Schritt zur Umgestaltung der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe startete gestern früh

Es geht los: 90 Kiefern gefällt

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Hinter dem Eingangshäuschen (hinten) wurde gestern ein Teil des Kiefernwaldes abgeholzt. Gedenkstättenleiter Andreas Froese-Karow (ganz links) schaute zu.

Gardelegen. Seit gestern ist auch optisch zu erkennen, dass sich in den nächsten Monaten und Jahren einiges auf der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe nördlich von Gardelegen tun wird.

Denn seit den Morgenstunden hat eine Firma aus Gardelegen damit begonnen, insgesamt 90 Kiefern und damit einen Teil des Kiefernwäldchens im Eingangsbereich zu entfernen. Auf diesem Gelände entsteht später das rund drei Millionen Euro teure Besucher- und Dokumentationszentrum, das Herzstück der „neuen“ Gedenkstätte, auf dessen Areal am 13. April 1945 die Nazis 1016 KZ-Häftlinge umgebracht hatten.

Mit der Übernahme der Gedenkstätte durch das Land Sachsen-Anhalt und somit durch die Landes-Gedenkstättenstiftung vor rund zwei Jahren gab es den Plan, ein Besucher- und Dokumentationszentrum mit einer Dauerausstellung zu bauen. Dafür muss knapp die Hälfte des Wäldchens – der einzige nicht-denkmalgeschützte Bereich auf der Gedenkstätte – weichen. Was folgt, ist die Baufeld-Freimachung, später das Graben des Baugrundes. Und noch in diesem Jahr, so erläutert der Leiter der Gedenkstätte, Andreas Froese-Karow, soll das Kellergeschoss des Besucher- und Dokumentationszentrums fertiggestellt werden. Auch das nicht mehr moderne jetzige Eingangsgebäude wird noch in diesem Jahr abgerissen. Der eigentliche Bau des neuen Gebäudes ist für das nächste Jahr geplant. Der dazu nötige Architektenwettbewerb hatte vor rund einem Jahr stattgefunden und zum Ergebnis geführt, dass ein Berliner Büro den Zuschlag erhalten hatte.

Gestern früh fällte ein Harvester die zuvor gekennzeichneten Kiefern, zog anschließend die Rinden ab und zerkleinerte zugleich die Stämme. Zur Mittagszeit waren die Baumfällarbeiten beendet.

Von Stefan Schmidt

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