Life-Coach Christian Bischoff riss in der Aula des Gymnasiums alle von den Stühlen

Gefesselte Gymnasiasten

Der ehemalige Basketball-Bundesligaspieler Christian Bischoff gilt als erfolgreicher Motivationstrainer. Gestern trat er den Beweis an.
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Der ehemalige Basketball-Bundesligaspieler Christian Bischoff gilt als erfolgreicher Motivationstrainer. Gestern trat er den Beweis an.

Gardelegen. „Christian sagt“ – und alle machen. Das war jedenfalls gestern in der Aula des Gardelegener Gymnasium so.

Dabei stand vor den Schülern in der Aula ein Mann in schwarzen Jogging-Klamotten, Turnschuhen und mit einem roten Stirnband um dem Kopf, auf dem auch noch sein Name prangte.

Da wurde erst einmal geguckt und getuschelt, was dem schlanken Zwei-Meter-Mann natürlich nicht entgeht, der die Mädchen und Jungen genau beobachtet und feststellt, das „in der Menge sehr attraktive Menschen“ sitzen. Er spricht es an: „Ihr guckt mich an und denkt, Christian, wie siehst du aus mit diesem roten Stirnband.“ Dabei wird genau dies in den kommenden 80 Minuten eine wichtige Bedeutung erlangen, erklärt Christian Bischoff, der ein von allen Seiten hoch gelobter Life-Coach ist und unter dem Titel „Mach den positiven Unterschied“ ein Persönlichkeitstraining für Jugendliche entwickelt hat, das erfolgreich ist.

Wie anders lässt es sich erklären, dass die Jugendlichen dem ehemaligen Basketball-Bundesliga-Spieler nach wenigen Minuten gebannt zuhören, der mit ihnen unter anderem darüber plaudert, „wie cool und bereit bist du für die Schule und die Zukunft“. Erste Tipps, locker verpackt, kommen an. „Suche Blickkontakt, über die Augen Interesse zeigen – auch dem Lehrer gegenüber. Das gefällt und motiviert jeden Menschen. Lächle, dann wirst du sympathisch, auch für die Lehrer. „Denn Lehrer sind auch nur Menschen.“

Bischoffs Vortrag drehte sich um eine Pyramide aus elf Werten und Regeln, die nicht neu sind. Es ging um Respekt, Konzentration und Selbstvertrauen, Ziele und Prioritäten setzen, das Beste geben und keine Angst vor Neuem haben. Die Basis ist Selbstvertrauen. Das haben die Jugendlichen sicher schon oft gehört, aber dem gebürtigen Hessen gelingt es durch seine offene, direkte und lebendige Art, die Mädchen und Jungen zu fesseln, dass sie auch wirklich zuhören und sich mitreißen lassen, sogar Schranken abbauen und Nähe zulassen. Das erreicht Christian Bischoff auch mit seinen Interaktionen, wobei die Spiele einfach, manchmal fast lächerlich anmuten, es aber bei weitem nicht sind. Denn die Schüler mussten sich beispielsweise schon sehr konzentrieren, um beim Spiel „Christian sagt“ auch wirklich nur dann zu reagieren, wenn der Coach diese Worte seinen Bewegungen voran gestellt hatte. Die Achtklässler Jonas Laurich und Sophie Schran schlugen sich dabei super, waren die Finalisten.

Und um noch einmal auf das rote Stirnband zurückzukommen, das für Selbstvertrauen steht. Es zählt nicht, wie du aussiehst, sondern nur das, was du für dich selber bist.

Von Elke Weisbach

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