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„Gefahrenzone“ vor Letzlinger Kita

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Von: Ina Tschakyrow

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Auto fährt an Ampel vor einer Grundschule vorbei
Vor der Grundschule in Letzlingen gibt es bereits eine Ampelanlage. Auch vor der Kindertagesstätte wird eine Ampelanlage oder ein Fußgängerüberweg gefordert. © Ina Tschakyrow

Vor der Letzlinger Kita gilt Tempo 30. Für Kinder und Eltern ist das Überqueren gefährlich. Einen Überweg über die B 71 gibt es dort nicht. Das soll nun überprüft werden.

Letzlingen – „Das ist eine Gefahrenzone“, sagte Stadtrat Andreas Höppner und meinte den Bereich vor der Letzlinger Kindertagesstätte Heideblümchen. Er sei dort kürzlich mit seinem Auto vorbeigefahren und sieht diesen Bereich „sicherheitstechnisch kritisch“. Besonders, wenn Kinder morgens in die Einrichtung gebracht und nachmittags wieder abgeholt werden. Eltern würden oft auf der gegenüberliegenden Straßenseite parken und dann mit ihren Kindern zwischen den parkenden Autos auf der Parkfläche vor der Kita die Bundesstraße überqueren. An die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h, die seit Juli 2020 von Montag bis Freitag von 6 bis 17 Uhr vor der Kita gilt, halten sich zwar die meisten Verkehrsteilnehmer, aber nicht alle, erklärte Andreas Höppner. Deswegen fragte er im Hauptausschuss nach, ob dort ein Fußgängerüberweg oder eine Ampelanlage zum Überqueren der Bundesstraße installiert werden könnte.

Antrag für Fußgängerüberweg oder Ampel

Thomas Genz, Stadtrat und stellvertretender Ortsbürgermeister von Letzlingen, konnte berichten, dass das schon mehrfach von den Ortschaftsratsmitgliedern besprochen wurde. „Wir haben auch überlegt, eine Ampel oder einen Fußgängerüberweg zu installieren, aber das wurde abgelehnt“.

Um an der Ortsdurchfahrt eine Überquerungsmöglichkeit zu installieren, müsste die Stadt Gardelegen diese beim Altmarkkreis Salzwedel beantragen, erklärt dazu auf Nachfrage der Altmark-Zeitung Peter Mennicke, Pressesprecher des Ministeriums für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt. Der Landkreis würde dann unter Beteiligung der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) als Straßenbaulastträger prüfen, ob die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Wenn das so wäre, erklärt Peter Mennicke weiter, könnte der Landkreis die Errichtung einer Ampelanlage bzw. eines Fußgängerüberweges genehmigen.

Mehrere Kritierien für Überquerungsmöglichkeiten

Für die Genehmigung sind unter anderem die Verkehrsbelegung, die Bedeutung der Straße, dokumentierte Unfälle, bereits bestehende Querungshilfen in der Nähe und vorhandene Geschwindigkeitsbegrenzungen als Kriterien wichtig. „Dies sind aber ausschließlich die Kriterien des Straßenbaulastträgers (LSBB). Daneben werden unter anderem auch Polizei und Ordnungsamt gefragt“, teilt Peter Mennicke weiter mit. All das müsste in eine gegebenenfalls erneute bzw. aktuelle Betrachtung einbezogen werden.

Eventuell sei es möglich, sagte Andreas Höppner, dass zumindest ein Fußgängerüberweg vor der Kindertagesstätte geschaffen werden könnte. Eine Ampelanlage sei wegen der Geschwindigkeitsbegrenzung vor der Kindertagesstätte schwierig, vermutete Andreas Höppner. Bürgermeisterin Mandy Schumacher sicherte eine Überprüfung zu.

Es gibt bereits mehrere Überwege

In Letzlingen gibt es bereits einen Überweg mit Ampel für Fußgänger vor der Grundschule und einen Fußgängerüberweg auf Höhe der Kreuzung B 71/Theerhütter Straße sowie eine weitere Ampelanlage auf Höhe des Getränkemarktes, um die Bundesstraße zu überqueren.

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