Fuchs: Paten sind „ein klares Signal“

Großteil der Gedenksteine im Raum Gardelegen wird privat gepflegt

Gedenkstein am Straßenrand
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Viele der Gedenksteine im Raum Gardelegen werden liebevoll gepflegt.
  • Stefan Schmidt
    VonStefan Schmidt
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45 der 68 Gedenksteine für die Todesmarsch-Opfer sind an Paten vergeben.

Gardelegen – „Das ist ein klares Signal dafür, das sich die Menschen hier vor Ort mit der Geschichte der Stadt, auch mit der dunklen Vergangenheit, auseinandersetzen.“ Das sagt Konrad Fuchs, der Vorsitzende des Gardelegener Gedenkstätten-Fördervereins. Er meint jene Gedenksteine, die den Weg der Todesmarsch-Häftlinge vom April 1945 symbolisieren. Ein Großteil dieser Menschen kam beim Feldscheunen-Massaker am 13. April 1945 ums Leben. In der Region gibt es laut Fuchs 68 dieser Gedenksteine. 45 von ihnen – das meint Fuchs mit dem „klaren Signal“ – sind an Paten vergeben, die diese Orte regelmäßig pflegen. Dabei handelt es sich um Privatpersonen, um politische Parteien, Gewerkschaften, aber auch um Betriebe.

Damit sind fast alle Steine in Patenschaft. Denn wie Fuchs weiter ausführt, gebe es einige Standorte, die nur schwer zu erreichen sind. Beispielsweise in den Hellbergen, zwischen Solpke und Breitenfeld. „Dort etwas privat zu pflegen, können wir niemandem zumuten“, sagt der Vorsitzende.

Beim nächsten Dankeschön-Kaffeetrinken, das der Förderverein seit Jahren für die ehrenamtlichen Paten organisiert, will Fuchs ein weiteres Thema ansprechen. Denn manch ein Pate ist schon betagt und möglicherweise nicht mehr in der Lage, die Steine zu pflegen. „Es ist kein Problem, wenn jemand zugibt, es nicht mehr zu schaffen.“ Dann finde man eine Nachfolgeregelung.

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