Bis zum Jahresende geschlossen

Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe: Besucherzentrum fertig – aber niemand darf hinein

Geschlossen bis zum Jahresende: Das neu erbaute Besucher- und Dokumentationszentrum auf der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe ist für Besucher seit Anfang November coronabedingt gesperrt.
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Geschlossen bis zum Jahresende: Das neu erbaute Besucher- und Dokumentationszentrum auf der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe ist für Besucher seit Anfang November coronabedingt gesperrt.

Gardelegen – Es hat fast vier Millionen Euro gekostet. Es ist hochmodern und informativ.

Und dennoch: Nur ganz wenige Menschen haben sich bisher das Innere des neu erbauten Besucher- und Dokumentationszentrums auf der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe bei Gardelegen anschauen können. Denn wegen der Corona-Einschränkungen war der Besuch seit der offiziellen Eröffnung Mitte September stark eingeschränkt. Und: Seit vier Wochen, seit die neuen und verschärften Corona-Regeln gelten, geht gar nichts mehr. Denn das Betreten des Gebäudes ist für Besucher untersagt. Diese Regelung gilt bis zum 20. Dezember und somit quasi bis zum Jahresende.

Zur Erinnerung: Eigentlich sollte das für rund 3,8 Millionen Euro errichtete Besucher- und Dokumentationszentrum, das das neue Herzstück der Gedenkstätte bildet, Anfang April eröffnet werden. Und zwar im Beisein von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Doch ab Mitte März kam Corona und der Lockdown – die Eröffnung wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

Am 15. September war es soweit: Steinmeier und Ministerpräsident Reiner Haseloff eröffneten das Gebäude. Die darin befindliche Dauerausstellung konnte mit Einschränkungen – nicht mehr als zehn Personen durften gleichzeitig hinein – besichtigt werden. Gab es Führungen für Gruppen, ging für weitere Besucher währenddessen gar nichts. Auf der Internetseite der Gedenkstättenstiftung (www.stgs.sachsen-anhalt.de) konnten jene Zeiten nachgeschaut werden, zu denen es Führungen gab und somit niemand sonst hineinkonnte.

Aber auch das hat sich nun erledigt. Die Mitarbeiter des neuen Zentrums sind teilweise im Home-Office. Und seit Montagnachmittag klebt ein neuer Zettel an der Eingangstür. Das Außengelände darf –unter Einhaltung der Abstandsregeln – weiterhin betreten werden.

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