Andreas Froese-Karow übernimmt die Leitung der Mahn- und Gedenkstätte Isenschnibbe

Gedenkstätte Isenschnibbe: Der Chef steht fest

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Die Mahn- und Gedenkstätte Isenschnibbe erinnert an 1016 ermordete KZ-Häftlinge, die am 13. April 1945 umgebracht worden sind. Auf dem Gräberfeld sind viele von ihnen bestattet.

Gardelegen. Es hat rund 50 Bewerbungen gegeben. Nun ist die Entscheidung gefallen: Andreas Froese-Karow ist Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Isenschnibbe bei Gardelegen.

Er leitet offiziell bereits seit Monatsbeginn die Einrichtung, die mit Datum 1. Mai in die Trägerschaft der Landes-Gedenkstättenstiftung von Sachsen-Anhalt übergegangen ist. Vorausgegangen war erst die Entscheidung im Magdeburger Landtag, dass die Mahn- und Gedenkstätte als siebte Einrichtung in Sachsen-Anhalt in die Stiftung übergeht. Und am 17. Februar der entsprechende Kabinettsbeschluss der Landesregierung.

Einher geht diese – von der Stadt Gardelegen und dem hiesigen Gedenkstätten-Förderverein bereits seit mehreren Jahren angestrebte – Übernahme mit künftigen Investitionen. So soll auf dem Gelände der Mahn- und Gedenkstätte ein Besucher- und Dokumentationszentrum gebaut werden. Dazu kommt eine Dauerausstellung zur Geschichte des Massakers in der Feldscheune sowie der Todesmärsche im Jahr 1945. Auch die Kontaktpflege mit Hinterbliebenen der damaligen Opfer soll über den Schreibtisch des neuen Leiters erfolgen.

Dieser neue Leiter ist Historiker und wurde durch die Mitglieder des Stiftungsrates gewählt. Andreas Froese-Karow wird in Gardelegen auch ein Büro beziehen und somit Ansprechpartner vor Ort sein.

Die Mahn- und Gedenkstätte Isenschnibbe ist die siebte Einrichtung unter der Trägerschaft der Landes-Gedenkstättenstiftung. Dazu gehören noch die Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin, die Gedenkstätte für die Opfer der NS-Euthanasie Bernburg, die Gedenkstätte für die Opfer des KZ Langenstein-Zwieberge, die Gedenkstätte „Roter Ochse“ in Halle, die Gedenkstätte Moritzburg in Magdeburg sowie die Gedenkstätte Deutsche Teilung in Marienborn.

Von Stefan Schmidt

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