Eingangsgebäude verschwindet in dieser Woche / Arbeiten starteten am gestrigen Vormittag

Gedenkstätte: Der Abriss beginnt

+
25 Jahre lang war das Eingangsgebäude zur Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe für Stadtverwaltungs-Mitarbeiter Roland Schneidereit der Arbeitsplatz. Gestern begann der Abriss.

Gardelegen. Seit mehreren Monaten ist klar, dass sich in den nächsten Jahren auf der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe bei Gardelegen viel tun wird. Und gestern ging es los.

In den Vormittagsstunden rückten Mitarbeiter einer Abrissfirma aus dem Landkreis Stendal an, um das Eingangsgebäude nach und nach dem Erdboden gleich zu machen. 

Gestern wurde das Flachdach des in den 1970er Jahren erbauten Gebäudes mitsamt Dachpappen und Styropor abgetragen – alles Sondermüll, der extra entsorgt werden muss. Am heutigen Dienstag wird der bereits vor Ort befindliche Bagger das Gebäude abreißen, um Platz für das neue Besucher- und Dokumentationszentrum zu schaffen. Die Landes-Gedenkstättenstiftung, die die Gedenkstätte vor drei Jahren in Trägerschaft übernommen hat, zeichnet für diese Arbeiten verantwortlich.

In der damaligen Feldscheune Isenschnibbe brachten die Nazis am 13. April 1945 mehr als 1000 eingepferchte KZ-Häftlinge auf grausame Weise um, indem sie die Scheune anzündeten.

Von Stefan Schmidt

---

Mehr zum Thema lesen Sie heute (13. März) in der gedruckten Ausgabe der Altmark-Zeitung (Gardelegener Nachrichten) und natürlich im ePaper.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare