Kranzniederlegungen und Gedenkrede auf der Gedenkstätte Feldscheune

Gedenken in Isenschnibbe: „Elitär, brutal und verroht“

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Mit Kränzen und Gebinden ging es am 73. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz auf der Gardelegener Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe an das Gräberfeld.

Gardelegen. Mehr als 200 Teilnehmer – darunter auch einige der Demonstranten gegen den AfD-Parteitag, der parallel stattfand – kamen am Sonnabendvormittag auf die Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe nach Gardelegen.

Am „Tag der Opfer des Nationalsozialismus“ hielt Dr. Volkmar Lischka, ehemaliger Ärztlicher Direktor des Fachkrankenhauses Salus GmbH Uchtspringe, am 73. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz die Gedenkrede.

Die Gymnasiasten Annika Leue (l.), Marcel Domenz und Elisabeth Schönegge zitierten aus Erinnerungen eines KZ-Überlebenden.

 

Dr. Volkmar Lischka hielt die Gedenkrede.

Er erinnerte daran, dass in Uchtspringe 350 Kinder im „Dritten Reich“ getötet und von dort weitere 7787 Patienten in den Tod geschickt worden seien. Und zwar im Namen einer „elitären, rassistischen, brutalen und verrohten Ideologie“. Lischka wies auch darauf hin, dass der zu NS-Zeiten verwendete Begriff Euthanasie für die Vernichtung angeblich unwerten Lebens ein Euphemismus sei. Euthanasie heißt im ursprünglichen Sinne „sanfter Tod“.

Von Stefan Schmidt

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