Gardelegens Tierheim kann keine Katzen mehr aufnehmen

Appell der Tierschützer: Katzen kastrieren lassen

Katzen im Körbchen
+
Im Gardelegener Tierheim leben mehr als 20 Katzen
  • Stefan Schmidt
    VonStefan Schmidt
    schließen

Immer wieder rufen besorgte Tierfreunde im Gardelegener Tierheim an und melden umherstreunende Katzen.

Gardelegen – Immer wieder, so erzählt Heidemarie Hintsch, gebe es Anrufe im Gardelegener Tierheim. Fast täglich klingelt das Telefon. Am anderen Ende der Leitung: Besorgte Tierliebhaber die verwilderte, oft sehr junge Katzen melden. Die müsse man doch einfangen und ins Tierheim bringen, meinen diese Anrufer. „Aber das können wir momentan nicht leisten“, sagt die ehrenamtliche Tierheim-Mitarbeiterin.

Heim ist voll belegt

Denn einerseits ist das Gardelegener Tierheim mit mehr als 20 Katzen voll belegt. Das Tierheim darf nicht unendlich viele Samtpfoten aufnehmen. „Wir haben unsere Auflagen“, sagt Heidemarie Hintsch.

Der andere Grund: Es wäre für die ehrenamtlich Tätigen ein viel zu großer Aufwand –sowohl zeitlich als auch personell – jede herumstreunernde Katze oder gar einen ganzen Katzenwurf einzufangen. Ein solches Unterfangen kostet Zeit und bindet Personal, „das wir so nicht haben.“

Tropfen auf den heißen Stein

Deshalb appellieren die Mitglieder des Gardelegener Tierschutzvereins, der das Tierheim am Lüffinger Dreieck nördlich von Gardelegen betreibt, an Katzenbesitzer, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Vor allem in den Dörfern streunen Katzen wild umher – wenn sie nicht kastriert sind, vermehren sich die Vierbeiner zwangsläufig. „Wir bekommen die Katzenpopulation im Stadtgebiet nur dann in den Griff, wenn bei Katzenbesitzern die Einsicht vorhanden ist, die Tiere kastrieren zu lassen“, sagt Heidemarie Hintsch. Aktionen wie die Kastrationen von Katzen in Gardelegen, die es jüngst gab, sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein und darüber hinaus kostspielig.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare