Wenn einem der Atem stockt

Gardelegens Johanniterhäuser haben Defibrillatoren – auch für Passanten

+
Jens Schneider erläuterte die Funktionen des Defibrillators. Die Mitarbeiter des Hauses schauten interessiert zu und probierten das Gerät anschließend selbst aus.

Gardelegen – Der Herzinfarkt, so informierte Jens Schneider, sei die Todesursache Nummer eins in Deutschland. Der Außendienstmitarbeiter einer Anbieterfirma führte am Montag den Mitarbeitern des Johanniterhauses Pfarrer Franz in der Gardelegener Fußgängerzone die Funktionsweise eines Gerätes vor, das Leben retten kann.

Denn die beiden Johanniterhäuser in Gardelegen – das Rieseberghaus an der Straße der Freundschaft und das Pfarrer-Franz-Haus an der Ernst-Thälmann-Straße – haben seit dieser Woche Defibrillatoren.

Sie hängen unweit der jeweiligen Eingangsbereiche in den beiden Häusern. „Das ist eine sehr sinnvolle Anschaffung“, sagt die Chefin beider Standorte, Ramona Gebur, die bei der Einführung im Pfarrer-Franz-Haus ebenfalls dabei war.

Dieser Hinweis hängt an der Außenfassade des Pfarrer-Franz-Hauses in der Fußgängerzone.

Doch diese lebensrettenden Geräte sind nicht nur für die Bewohner der beiden Einrichtungen gedacht. Sie können auch für Notfälle außerhalb der Räume genutzt werden. Gibt es also beispielsweise in der Gardelegener Innenstadt einen solchen Notfall – was durchaus schon vorgekommen ist – dann kann der Defibrillator aus der Box, die sich im Flur im jeweiligen Erdgeschoss befindet, herausgenommen und benutzt werden. Ein grüner Knopf aktiviert das Gerät, eine männliche Stimme leitet den Helfer während des Rettungsvorgangs an. Es gibt sogar einen Rasierapparat, „denn manch ein Mann hat eine stark behaarte Brust“, erzählt Jens Schneider. Da könne das Anbringen der Elektroden schon mal problematisch werden.

Im Notfall helfen auch die Johanniterhaus-Mitarbeiter. Sie sind geschult im Umgang mit dem Defibrillator und erhielten am Montag nochmals eine Einweisung.

VON STEFAN SCHMIDT

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare