Umgestaltungspläne vorgestellt / Höhere Kosten

Gardelegens Bibliothek: Bücherrücken-Fassade und Terrasse

Optisch wie ein Bücherrücken soll die neue Außenfassade an der Gardelegener Bibliothek gestaltet werden.
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Optisch wie ein Bücherrücken soll die neue Außenfassade an der Gardelegener Bibliothek gestaltet werden.

Gardelegen – Es sind erstmal nur vage Pläne. Aber: Die Gardelegener Bibliothek soll erweitert werden. Das erklärte Dietmar Sauer, Architekt aus Köthen, vor wenigen Tagen im städtischen Bauausschuss. Er stellte seine Ideen zur Modernisierung der Einrichtung vor.

Ziel ist es unter anderem, mehr Räume für die sieben Mitarbeiter zu schaffen. Fünf dieser sieben Kollegen könnten in einem Anbau untergebracht werden, der dort entstehen soll, wo sich bisher der Hinterhof mit einer Garage befindet. Dort sind nicht nur Büroräume vorgesehen, sondern auch Sanitäranlagen und eine Teeküche.

Die räumliche Erweiterung der Bibliothek soll optisch mit einer Außenwand dargestellt werden, die nach den Vorstellungen des Architekten Bücherrücken ähnelt. Im oberen Bereich soll eine Leseterrasse entstehen, die begrünt wird und auf der Nutzer unter freiem Himmel schmökern können. Dazu plant Sauer, ebenfalls unter freiem Himmel einen symbolischen Bücherwurm zu konstruieren, auf dem man sich vor dem Bibliothekseingang hinsetzen und ebenfalls lesen oder plaudern kann.

Die Kosten für diese Baumaßnahmen liegen nach den Einschätzungen des Architekten bei derzeit 535 000 Euro – das sind rund 85 000 Euro mehr als eigentlich veranschlagt. Deshalb gab es im Bauausschuss einige Stimmen, die vorschlugen, das Vorhaben – auch was das zu verwendende Material angeht – etwas abzuspecken, um Geld einzusparen. Zwar fließt nach Auskunft von Gardelegens Bauamtsleiter Ottmar Wiesel eine Gesamt-Fördersumme von 450 000 Euro, was bedeuten würde, dass ein Großteil der Kosten nicht aus dem städtischen Haushalt entnommen werden müsste. Aber stellvertretend für andere Anwesenden hatte Gustav Wienecke „Bauchschmerzen.“ Sein Argument: „Wir haben noch gar nicht angefangen und liegen schon fast 100 000 Euro über dem Plan.“ VON STEFAN SCHMIDT

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