Mandy Zepig: „Da ist absolut nichts mehr zu machen“

Der Gardelegener Torwächter ist hinüber

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Der Pilzbefall am Hals des hölzernen Torwächters ist deutlich zu erkennen. Die einstmalige Touristenattraktion, die vor dem Salzwedeler Tor stand, ist unwiderruflich hinüber.

Gardelegen – Es war einmal – ein Torwächter. Das Märchen des hölzernen Riesen, der einst vor dem historischen Salzwedeler Tor stand und über Jahre hinweg eine Touristenattraktion war, hat kein Happy End.

Denn das aus einer im Herbststurm entwurzelten Eiche geschnitzte Unikat ist dermaßen vom Pilz zerfressen, „dass da absolut nichts mehr zu machen ist“.

Das erklärte Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig während der jüngsten Zusammenkunft des städtischen Sozialausschusses.

Erst in der vergangenen Woche waren die Überreste des Torwächters auf das Gelände der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Südliche Altmark direkt am Hopfentunnel gebracht worden. Dort liegt er nun und kann nicht wieder aufgearbeitet werden. Denn nach Zepigs Angaben ist das Holz mulchig und nicht mehr zu bearbeiten. Besonders extrem sei der Pilzbefall am Hals, berichtete sie. Deshalb lautet ihr Fazit: „Einen Torwächter wird es nicht mehr geben.“

Vielleicht aber eine Torwächterin. Denn die Firma GaLa-Serv am Burgwall in Gardelegen, die im August 2016 bei einem Ideenwettbewerb im städtischen Hauptausschuss den Zuschlag für die Rekonstruktion erhalten hatte, hatte seinerzeit zugesagt, dem hölzernen Mann eine ebenfalls aus Holz geschnitzte Frau beiseite zu stellen. Dieses Thema sei noch nicht vom Tisch, wie Mandy Zepig erklärte.

VON STEFAN SCHMIDT

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