Hält die Dachkonstruktion? Gutachten muss erstellt werden

Gardelegener Museum wird „entsammelt“

+
Im Gardelegener Stadtmuseum hat sich im Laufe der vergangenen Jahre allerlei Material angesammelt. Derzeit wird aufgeräumt.

Gardelegen – Das Gardelegener Stadtmuseum ist in den vergangenen Jahren eher stiefmütterlich behandelt worden. Nach der Entlassung des umstrittenen Museumsleiters Dr. Herbert Becker war die Einrichtung zwischenzeitlich sogar mehrere Jahre lang geschlossen.

Derzeit bewegt sich in den Räumen aber einiges: „Es wird entsammelt“, sagt Stadtverwaltungs-Mitarbeiterin Gabriela Winkelmann dazu. Soll heißen: Der Bestand, der sich im Laufe der Jahre vor allem unter dem Dach angehäuft hat, wird entrümpelt.

So landeten in den vergangenen Wochen, berichtet Gabriela Winkelmann, etliche Exponate, die als Dauer-Leihgaben im Gardelegener Museum, das sich direkt am Rathausplatz befindet, eingelagert waren, wieder in ihren Ursprungsorten. Dazu zählen die Heimatstuben in Jävenitz und Kloster Neuendorf, der Knackmuß´sche Hof in Letzlingen, das Alte Wachhaus in Kalbe und das Freilichtmuseum in Diesdorf.

Denn im Gardelegener Museum soll sich in den nächsten Monaten und Jahren einiges tun. Was genau, das hängt auch von einem Holzschutzgutachten ab, das erstellt werden muss. Vorrangig sollen die Dachbalken im Vorderhaus untersucht werden. Denn im Museum hat sich der Holzwurm breitgemacht, so dass es mutmaßlich Schäden gibt. „Es gibt dort darüber hinaus bautechnische Mängel und Probleme mit dem Brandschutz“, sagt Gabriela Winkelmann.

Ziel sei es, aus dem Museum ein Haus „mit modernem Ambiente“ zu schaffen. Der Umzug der Tourist-Information aus dem Salzwedeler Tor in den vorderen Bereich des Museums, im Jahr 2015 vollzogen, habe sich gelohnt, sagt Gabriela Winkelmann. Die Besucherzahlen seien spürbar angestiegen. Man sei „froh, das Museum in der Innenstadt zu haben.“ Und Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig ergänzt dazu: „Wir wollen, dass das Museum ein Highlight direkt im Zentrum wird.“ Von der Bausubstanz her sei das derzeit nicht der Fall. „Aber manche Sachen dauern eben.“

VON STEFAN SCHMIDT

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare