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Gardelegener Marienkirche wird saniert

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Von: Ina Tschakyrow

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Gardelegener Marienkirche
In der Gardelegener Marienkirche sind gestalterische Veränderungen geplant. Diese betreffen unter anderem den Bereich vor dem Altar. © Ina Tschakyrow

Die Gardelegener Marienkirche wird saniert. Mit den Baumaßnahmen soll die kulturelle Nutzung erweitert werden. Es sind 690.000 Euro eingeplant.

Gardelegen – In der Gardelegener Marienkirche sind Bauarbeiten geplant. Mit den Sanierungsarbeiten soll die kulturelle Nutzung der Kirche erweitert werden, teilt Rainer Wellkisch vom Kreiskirchenamt des Kirchenkreises Salzwedel auf Nachfrage der Altmark-Zeitung mit. Es sind „gestalterische Veränderungen geplant, die moderne Gottesdienstformen zulassen“, informiert er weiter. Zudem soll mit der Sanierung vor allem der Gottesdienstraum für die Gemeinde erhalten bleiben.

Die Kirchengemeinde möchte mit den geplanten Sanierungsmaßnahmen notwendige Reparaturen am Kirchengestühl, also an den Sitzmöbeln in der Kirche, durchführen. Ein Teil des Kirchengestühls wird neu organisiert. „Andere Bänke sind teilweise so desolat, dass sie nicht wieder aufgebaut werden können“, erklärt Rainer Wellkisch. Deswegen werden diese ersetzt. Seitliche Bankreihen sollen entfernt und mit Stühlen ersetzt werden, um mehr Platz für Veranstaltungen zu haben. Die Bänke werden nicht mehr auf den Podesten stehen, diese werden zur Barrierefreiheit entfernt.

Neue Heizungen für die Bänke

Auch die Bankheizungen werden erneuert. Die Heizungen an den Sitzbänken sind alt und funktionieren nicht mehr richtig. Unter den Kirchenbänken sollen moderne, sichere Infrarotstrahler installiert werden. Zusätzlich werden im Vierungsbereich, also dem mittleren Kreuzungsbereich zwischen Hauptschiff und Querschiff, Warmluftkonvektoren angeordnet, „um einen Warmluftschleier in diesem Bereich zu erzeugen“, erklärt der Mitarbeiter des Kreiskirchenamtes. Um den Altar werden im Boden weitere Wärmebereiche eingelassen. Das Plateau soll einen Heizteppich erhalten. Der Fußboden wird repariert und teilweise mit Estrich aufgefüllt. In den Fußboden werden Elektroheizmatten eingesetzt, damit es Wärme für die Füße gibt.

Es sind Malerarbeiten im Kirchenschiff geplant sowie Reparaturen im Innenraum des Kirchenschiffs.

Abtrennung mit Glaswand

Der nördliche Eingangsbereich unter dem Mariensaal, der mit Bögen vom Kirchenschiff abgetrennt und komplett umwölbt ist, wird mit einer Glaswand abgetrennt. Damit ergeben sich mehrere Funktionen: die Schaffung eines temperierbaren Bereichs, einen Treffpunkt der Gemeinde vor und nach dem Gottesdienst, kleine Gemeindeveranstaltungen, ein Ausstellungsraum sowie eine offene Kirche mit Einsicht in den Kirchenraum auch ohne Aufsicht, zählt Rainer Wellkisch auf.

Für die Sanierungsarbeiten werden einige der Möbel aus- und umgelagert. Anderes wird vor Ort geschützt, so der Mitarbeiter des Kreiskirchenamtes weiter. Während der Bauarbeiten kann der Chorraum genutzt werden. „Dafür werden Staubschutzwände den Chor vom Schiff abtrennen“, erklärt Rainer Wellkisch. Die Arbeiten sollen nach Ostern beginnen und werden bis in das nächste Jahr andauern.

Leader-Förderung

Für den ersten Bauabschnitt sind etwa 690.000 Euro eingeplant. Davon sind 350.000 Euro Leader-Fördermittel. Es beteiligen sich zusätzlich die Landeskirche und der Kirchenkreis an der Finanzierung. „Ein nicht unwesentlicher Anteil wird jedoch durch die Kirchengemeinde aus Haushaltsmitteln und Spenden finanziert“, informiert Rainer Wellkisch.

Die letzten größeren Maßnahmen an der Marienkirche liegen bereits einige Jahre zurück. Es wurde die Außenhaut der Kirche instandgesetzt, also Dächer, Mauerwerk und Fenster. Auch die Orgel, die Glocken und ein Teil der wertvollen Kunstgegenstände wurden restauriert, zählt Rainer Wellkisch auf. „Ohne regelmäßige Pflegearbeiten ist der Erhalt der Kirche nicht möglich“, ergänzt er.

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