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Gardelegener Jugendbeirat plant Vereinfachung für Fahrtkostenrückerstattung

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Von: Ina Tschakyrow

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Antrag für Fahrtkostenrückerstattung
Die Erstattung der Fahrtkosten für das Oberstufenticket soll vereinfacht werden. Dazu müsste aber das Schulgesetz geändert werden. © Ina Tschakyrow

Ein Teil der Kosten für das Oberstufenticket der Schüler wird zurückerstattet. Der Gardelegener Jugendbeirat möchte das Verfahren vereinfachen. Dazu müsste das Schulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt geändert werden.

Gardelegen – Der Gardelegener Jugendbeirat plant die Fahrtkostenrückerstattung des Oberstufentickets zu vereinfachen. Derzeit ist es so, dass Schüler die Fahrtkosten für den Bus zunächst selbst bezahlen. Bis auf 100 Euro, die die Schüler bzw. deren Eltern selbst tragen, werden die restlichen Fahrtkosten erstattet. Dazu müssen die Fahrkarten über das Schuljahr gesammelt und Unterlagen am Ende des Schuljahres ausgefüllt werden. „Das ist eine Zettelwirtschaft“, sagt Elias Spalik vom Jugendbeirat. Das Verfahren „soll vereinfacht werden“. Für die Schüler bzw. deren Eltern ist es auch „viel Geld“ was zunächst gezahlt werden muss. Es könnten beispielsweise die 100 Euro am Anfang des Schuljahres gezahlt werden und der restliche Betrag der Fahrtkosten nicht erst bezahlt und später zurückerstattet werden.

Aber „das ist nicht so einfach wie gedacht“. Es müssten dafür Gesetze, genauer das Schulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt, geändert werden, erklärt Elias Spalik. Einige Mitglieder des Jugendbeirates treffen sich deswegen demnächst mit der CDU-Landtagsabgeordneten Sandra Hietel. Sie erklärt auf Nachfrage der Altmark-Zeitung, dass der Jugendbeirat diesbezüglich schon „auf verschiedenen Ebenen tätig war“ und beim Altmarkkreis Salzwedel angefragt hat, woraufhin sich die zuständige Mitarbeiterin bei Sandra Hietel gemeldet hat, da die Fahrtkostenrückerstattung des Oberstufentickets „Landessache“ ist, erklärt Sandra Hietel. Das Schulgesetz, dessen Ausgestaltung über die Satzung der jeweiligen Landkreise erfolgt, müsste geändert werden. Die Fahrtkostenrückerstattung des Oberstufentickets könnte sich, je nachdem, was sich an dem jetzigen Verfahren ändern soll, auch auf den Öffentlichen Personen- und Nahverkehr sowie finanziell auf den Landeshaushalt auswirken.

Die CDU-Landtagsabgeordnete hat bereits an das zuständige Ministerium geschrieben, um sich zu informieren. Bei dem Treffen mit dem Jugendbeirat soll besprochen werden, wie das weitere Vorgehen ist. Dazu soll für das Thema auch das Pro und Contra besprochen werden.

„Es ist sehr komplex“, erklärt Sandra Hietel, und „so etwas braucht Zeit“. Auch Elias Spalik sagt, dass sich wahrscheinlich noch die Nachfolger der jetzigen Jugendbeiratsmitglieder mit dem Thema auseinandersetzen werden. „Wir hoffen, dass das geändert wird“.

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