Stadt versendet Zahlungsaufforderungen für Unterhaltungsverbandsgebühr

Gardelegener Grundstücksbesitzer erhalten Bescheid: Ab sofort zahlen (fast) alle

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Viele Grundstücksbesitzer im Gardelegener Stadtgebiet erhalten in diesen Tagen eine Zahlungsaufforderung für die Unterhaltungsverbands-Beiträge.

Gardelegen – Viele Grundstücksbesitzer haben zu Beginn dieses Jahres eine Zahlungsaufforderung der Stadt erhalten – oder bekommen sie noch. Inhalt: Ein so genannter Heranziehungsbescheid für die Umlagen der Unterhaltungsverbände, die unter anderem öffentliche Gewässer pflegen.

Es handelt sich zwar meist nur um wenige Euro. Aber zahlen muss auch derjenige, dessen Grundstück nicht an einem Gewässer, beispielsweise einem Bach, liegt. Das erläutert Gardelegens Kämmerer Maik Machalz auf Anfrage der Altmark-Zeitung.

Nachdem das Landes-Wassergesetz geändert worden sei, „hat sich die Bandbreite jener, die von uns angeschrieben werden, vergrößert“. Dass ein solcher Heranziehungsbescheid verschickt wird, sei grundsätzlich nicht neu, betont der Kämmerer. Nun aber können alle Grundstücksbesitzer zur Kasse gebeten werden. Viele erhalten das Schreiben mit einer Zahlungsaufforderung, die sich unter anderem nach der Grundstücksgröße berechnet, somit zum ersten Mal.

700.000 Euro habe die Stadt im vergangenen Jahr an die jeweiligen Unterhaltungsverbände gezahlt. Und zwar an insgesamt fünf solcher Verbände, die sich um die Gewässer im gesamten Gardelegener Stadtgebiet kümmern. Es sind die Unterhaltungsverbände Milde/Biese, Obere Ohre, Untere Ohre, Tanger und Uchte. Sie alle haben unterschiedliche Beitragssätze. Hinzu kommen die unterschiedlich großen Grundstücksflächen, so dass es keine einheitliche Geldsumme gibt, die eingetrieben wird. Aber: Unterhalb einer bestimmten Summe, wenn es sich also um Kleinstbeträge handelt, verschickt die Stadt keine Bescheide, weil der Verwaltungsaufwand höher wäre als die erzielte Einnahme.

Im vergangenen Jahr hat die Stadt von den 700.000 Euro, die sie an die Unterhaltungsverbände zahlen mus, 600.000 Euro von den damals angeschriebenen Grundstücksbesitzern zurückerstattet bekommen.

VON STEFAN SCHMIDT

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