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Gardelegen will 2,6 Millionen Euro in die Tourist-Information investieren

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Von: Stefan Schmidt

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Morsche Treppe
Der Anbau an der Tourist-Information soll verschwinden. © Stefan Schmidt

Der Gebäudekomplex, in dm sich die Gardelegenerr Tourist-Information befindet, soll erweitert werden.

Gardelegen – Für mehr als 2,6 Millionen Euro soll die derzeitige Tourist-Information am Rathausplatz in Gardelegen in ein „Haus des Gastes“ umgebaut werden. Diese Maßnahme steht auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Gardelegener Stadtrates.

Hauptaspekt ist, dass der Gebäudekomplex nach Norden hin, in Richtung des Parkplatzes am Haus II der Stadtverwaltung, erweitert werden soll. Dazu ist ein Flächenankauf nötig – die künftig zu nutzende Fläche gehört aktuell noch der Gardelegener Wohnungsbaugesellschaft (Wobau), mit der die Stadt einen Kaufvertrag abschließen würde. Dort käme ein Anbau hin.

In diesen Anbau soll die Gardelegener Tourist-Information umziehen, die derzeit im vorderen Gebäude untergebracht ist. Der bisherige Anbau – er stammt aus den 1980er Jahren – soll abgerissen werden, um Platz für den neuen Anbau zu schaffen. „Vorgesehen ist, die Tourist-Information aus den beengten, dunklen Räumen des Vorderhauses in einen großzügigen, hellen Raum des Neubaus zu verlagern“, heißt es in der Beschlussvorlage. Der vordere Bereich mit der Alten Löwen-Apotheke soll „zur Anschauung“ bleiben, hinzu käme ein „Reutter-Zimmer“, in dem Devotionalien rund um Gardelegens wohl berühmtesten Sohn, den Humoristen und Couplet-Sänger Otto-Reutter, ausgestellt werden sollen.

Im Obergeschoss des Neubaus soll, so sehen es die derzeitigen Pläne vor, ein Mehrzweckraum eingerichtet werden, der als „Informationsvermittlung für Touristen“ dienen soll – bislang gibt es im gesamten Gebäudekomplex keinen Raum, in dem beispielsweise Touristengruppen empfangen werden können. Darüber hinaus sind ein rollstuhlgerechter Personenaufzug sowie ein zweiter Fluchtweg geplant.

Finanziert werden könnte die Maßnahme zu 90 Prozent über das Förderprogramm „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Die Kosten für den Grundstückserwerb von der Wobau muss die Stadt hingegen komplett übernehmen.

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