Einzelhandelsstandort auf dem Gelände des Volkshauses geplant

Ein weiterer Supermarkt für Gardelegen?

Das Volkshaus mit Saal in Gardelegen.
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Dort, wo sich das Volkshaus mit Saal in Gardelegen befindet, soll ein Einzelhandelsstandort entstehen. Darüber beraten die städtischen Ausschüsse und der Stadtrat.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Gardelegen – Ein Lebensmittelmarkt und ein Fachmarkt sollen an der Straße „Vor dem Salzwedeler Tor“, auf dem Gelände, wo sich derzeit noch das Volkshaus mit Saal befindet, entstehen.

Im Volkshaus traf sich einst die Jugend. Tanz und Disko gab es dort, die Stadt hat Neujahrsempfänge veranstaltet, Hochzeitspaare feierten, zu DDR-Zeiten gab es auch eine Gaststätte, nach der politischen Wende in Deutschland war dort die Disko „Black Hole“. Es gab einige Jahre Leerstand, ehe ein neuer Eigentümer das Volkshaus mit dem angrenzenden Saal als Veranstaltungsort für Feiern und ähnliches anbot.

Seit einigen Jahren steht das Volkshaus wieder leer, „eine zukünftige Nutzung ist seitens des Eigentümers nicht mehr geplant“, steht in der Beschlussvorlage. Deswegen beraten der Ausschuss für Bau- und Ordnungsangelegenheiten sowie der Hauptausschuss und entscheidet der Stadtrat zunächst über eine Änderung im Flächennutzungsplan, sodass aus der „gemischten Baufläche“ eine „Sonderbaufläche Einzelhandel“ wird und anschließend über die Aufstellung eines Bebauungsplans für einen „Einzelhandelsstandort – Vor dem Salzwedeler Tor“. Damit können auf dem etwa einen Hektar großen Gelände ein Lebensmittelmarkt und ein Fachmarkt entstehen.

„Seit Jahren wird vorrangig versucht, im zentralen Versorgungsbereich ,Hauptzentrum Altstadt’ eine Ansiedlung von einem Lebensmittelmarkt zu erreichen“, steht in der Begründung der Beschlussvorlage. Es habe sich aber herausgestellt, „dass es schwer bzw. gänzlich unmöglich ist, in einem angemessenen Projektzeitraum in der Altstadt eine Neuansiedlung zu erreichen“. Das liege an den „hohen Anforderungen an Bestandsimmobilien im Altstadtbereich“ und an den mit „der Nutzung einhergehenden einzuhaltenden gesetzlichen Bestimmungen“ sowie an der „Entwicklung des Einzelhandels im Ganzen“ – wie beispielsweise dem Bedarf an Verkaufsfläche.

Mit diesem Standort ist laut Beschlussvorlage „derzeit die womöglich einzige Möglichkeit gegeben, einen Lebensmittelmarkt unweit vom Altstadtkern zu etablieren“. Das Gebiet eigne sich infrastrukturell als Erweiterung für den Nahversorgungsstandort „Vor dem Salzwedeler Tor“.

Nach gefasstem Aufstellungsbeschluss wird gemäß des Einzelhandelskonzeptes der Stadt eine Auswirkungsanalyse bzw. ein Verträglichkeitsgutachten auf Kosten des Vorhabenträgers in Auftrag gegeben.

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