Gardelegener Bürgermeister senden Grußworte zum Jubiläum nach Gifhorn

Gardelegen und Gifhorn haben seit 30 Jahren eine Städtepartnerschaft

Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher und Gifhorns Bürgermeister Mathias Nerlich halten die Partnerschaftsurkunde.
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Mandy Schumacher und Gifhorns Bürgermeister Mathias Nerlich trafen sich zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Die Städtepartnerschaft zwischen Gardelegen und Gifhorn wurde am 19. März 1991 beschlossen und besteht am Freitag seit 30 Jahren. Die AZ sprach mit dem damaligen Bürgermeister über die Anfänge.

Gardelegen – „Das war damals Gold wert, was alles gemacht wurde“, sagt Hartmut Krüger zur Städtepartnerschaft zwischen Gardelegen und Gifhorn. „Wir haben ein Auto geschenkt bekommen, das war unser erster West-Dienstwagen“, lacht der Gardelegener, der von 1990 bis 1994 Bürgermeister war und am 19. März 1991 die Partnerschaftsurkunde zwischen den Städten Gardelegen und Gifhorn unterschrieb. Darin vereinbarten die Städte, das gegenseitige Kennenlernen ihrer Bürger zu unterstützen und den Kontakt zwischen Organisationen und Vereinen zu fördern. Mit der Städtepartnerschaft sollen laut der Partnerschaftsurkunde kulturelle, kommunale und wirtschaftliche Beziehungen vertieft werden. Am Freitag, 19. März, besteht seit 30 Jahren diese Städtepartnerschaft.

Kommunale Zusammenarbeit

Hartmut Krüger erzählt, dass durch private Kontakte ein Treffen von Dr. Gerd Hoffmann, dem Stadtdirektor von Gifhorn, und Peter Kwandt, dem Bürgermeister von Gardelegen, noch zu DDR-Zeiten stattfand. Schon während der innerdeutschen Teilung wurde versucht, sagte damals der Bürgermeister von Gifhorn, Manfred Birth, eine Städtepartnerschaft zu ermöglichen, was aber von der SED abgelehnt wurde. Nach den Kommunalwahlen im wiedervereinten Deutschland traf Hartmut Krüger Manfred Birth, erinnert er sich. Das Resultat war, so der Gardelegener weiter, dass „uns vier pensionierte Amtsleiter wöchentlich in den Fachämtern, zum Beispiel Finanzen, betreuten und uns mit den neuen gesetzlichen Grundlagen vertraut machten, vor allem im Verwaltungs- und Baurecht“. Das sei eine „große Hilfe“ gewesen, so Hartmut Krüger. Mit der Städtepartnerschaft gab es weitere kommunale Zusammenarbeit. So wurden beispielsweise in Gifhorn Gardelegener ausgebildet und hier Einwohner aus Gifhorn. Der heutige Kämmerer der Stadt, Maik Machalz, absolvierte seine Ausbildung in der Gifhorner Stadtverwaltung. Über einen Ausbildungsplatz in Gifhorn lernte eine Gardelegenerin ihren Mann kennen, mit dem sie eine Familie gründete, wie die Altmark-Zeitung am 20. Februar 2001 schrieb.

20 Jahre Mauerfall, Bürgerempfänge und Sportwettkämpfe gefeiert

Jährlich wurde in den ersten Jahren die Städtepartnerschaft wechselnd in Gardelegen und Gifhorn gefeiert. Zum zehnjährigen Bestehen gab es 2001 am Tag der Deutschen Einheit einen Festakt im Gardelegener Rathaussaal. Es wurden die Fahnen der Städte ausgetauscht, ein Wappen von Gifhorn und den anderen Partnerstädten Waltrop und Darlowo, befindet sich an der dortigen Wand. Gifhorns damaliger Bürgermeister Manfred Birth war mehrfach bei Bürgerempfängen in Gardelegen. 2003 sagte er dort, dass wegen der laut des damaligen Landrates Hans-Jürgen Ostermann geäußerten wirtschaftlichen Bedeutung Gardelegens für den Altmarkkreis, Gardelegen statt Salzwedel Kreisstadt sein könnte. 2009 feierten beide Gardelegen und Gifhorn 20 Jahre Mauerfall in Gifhorn, die Städtepartnerschaft gab es seit 18 Jahren. Gardelegener fuhren mit dem Bus nach Gifhorn, auf halber Strecke bei Oebisfelde warteten die Gifhorner. Manfred Birth und Konrad Fuchs hielten ein Transparent mit den beiden Jubiläen hoch. Es fanden auch verschiedene sportliche Wettkämpfe zwischen den Städten statt. Im Januar 2010 luden die Basketballer SSJ 93 Gardelegen den Männerturnverein Gifhorn ein. Nach dem Turnier lud der damalige Bürgermeister Konrad Fuchs die Gifhorner auf eine Runde Getränke ein.

Zum 30-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft hat die Stadt ein Video mit Grußworten der jetzigen und damaligen Bürgermeister – Mandy Schumacher, Peter Kwandt, Hartmut Krüger, Hannelore von Baehr und Konrad Fuchs – an die Stadt Gifhorn geschickt. Es kann über die Website der Stadt Gardelegen www.gardelegen.de angeschaut werden.

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