Hoffnung auf bessere Kontakte

Gardelegen tritt „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen“ bei

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Entlang der Bundesstraße 71 zwischen Gardelegen und Letzlingen gibt es keinen Radweg. Dies bemängeln die Mitglieder des Letzlinger Ortschaftsrates seit vielen Jahren.

Gardelegen – „Wir werden sehen, ob es uns etwas bringt.“ Mandy Schumacher, Gardelegens Bürgermeisterin, erklärte im Vorfeld der Stadtratssitzung in verschiedenen Fachausschüssen, dass der Beitritt Gardelegens in die „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen“ nicht zwingend auf Dauer sein müsse.

Aber man wolle es versuchen.

Vor rund anderthalb Jahren hatte das Landeskabinett in Magdeburg eine solche Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen – andere Bundesländer hatten dies schon längst getan. Ziel sei es, „das Verkehrsmittel Fahrrad seiner Bedeutung entsprechend zu fördern“, heißt es in der Begründung der Stadtverwaltung in der Beschlussvorlage. Gemeinsam mit anderen Kommunen könne man gezielt Radwegebau vorantreiben und sich untereinander absprechen, ergänzte Mandy Schumacher.

Diese Arbeitsgemeinschaft soll eine Geschäftsstelle mit einer Personalstelle erhalten. Die Stadt Gardelegen wäre in diesem Gremium mit einer Person – vorgesehen ist Bauamts-Mitarbeiterin Anett Sell – vertreten. Die Mitgliedsumlage beträgt 500 Euro pro Jahr. Geld, so Mandy Schumacher, das man bereit sei auszugeben, wenn man im Gegenzug beispielsweise einen schnelleren und unkomplizierten Zugang zu Fördertöpfen bekommen würde. Eben weil man in dieser Arbeitsgemeinschaft mitmacht.

Eine der wichtigsten Themen wäre ein Radweg entlang der Bundesstraße 71 zwischen Gardelegen und Letzlingen. Diesen fordert vor allem der Ortschaftsrat von Letzlingen seit vielen Jahren. In die anderen drei Himmelsrichtungen nach Norden (B 71 bis hinter Wiepke), Osten (B 188 bis hinter Hottendorf) und Westen (B 188 bis hinter Miesterhorst) gibt es bereits straßenbegleitende Radwege.

Die Mitglieder des Gardelegener Stadtrates stimmten dem Beitritt der Stadt zu dieser Arbeitsgemeinschaft einmütig zu.

VON STEFAN SCHMIDT

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