Einige Ideen von Bürgern wurden bereits umgesetzt

Gardelegen: Treffpunkt Hundespielplatz

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Die Hunde Nelli und Paul toben auf dem Hundespielplatz. Mittlerweile wurde das Areal im Bürgerpark um Ideen von Einwohnern erweitert.

Gardelegen – Nelli läuft durch den Tunnel, Labrador Paul kommt dem Mischlingshund von der anderen Seite entgegen. Ein Beagle, ein weiterer Labrador und andere Hunde kommen angerannt. Die Vierbeiner spielen miteinander auf dem Hundespielplatz im Gardelegener Bürgerpark.

Deren Halter sind fast jeden Tag da. Sie sitzen unter dem Pavillion und erzählen miteinander, wenn ihre Hunde toben.

„Wir sind eine richtige Gemeinschaft geworden“, erzählt Sanna Schelenz. Die Hundehalter haben sich vorher nicht gekannt, erst durch die regelmäßigen Besuche kennengelernt. Es wurde sogar eine gemeinsame Gruppe bei WhatsApp gegründet, erzählt Torsten Westphal. 12, 13 Hunde sind immer dabei, Halter etwas weniger. „Vorher waren wir auf Wiesen oder im Wald mit den Hunden“, so Torsten Westphal. Da können die Hunde meist aber nicht miteinander toben oder ohne Leine laufen.

Auf dem Hundespielplatz schon. Dort können die Vierbeiner durch Tunnel rennen, Ball oder gemeinsam spielen. Anfangs gab es dort nur verschiedene Spielgeräte. Mittlerweile wurden einige Veränderungen auf dem eingezäunten Gelände an der Isenschnibber Straße vorgenommen. Angeregt wurden die Ideen von Bürgern. So wurde ein weiteres Spielgerät hinzugefügt, ebenso die Deko-Hunde am Zaun, damit der Hundespielplatz schon von Weitem von Einwohnern als solcher erkennbar ist.

Fahrradständer und Hundekotbeutel sowie ein Abfalleimer dafür befinden sich ebenfalls dort, die auch von Bürgern vorgeschlagen wurden. „Wir freuen uns über Ideen“, sagt Dagmar Bauer, zuständige Stadtmitarbeiterin für den Grünbereich. Diese sind durchaus erwünscht, lassen sich aber nicht immer umsetzen, erklärt sie. Zum Beispiel wegen des finanziellen Aufwandes oder der Notwendigkeit.

So wurde beispielsweise vorgeschlagen, eine Schleuse am Eingang zur Hundewiese zu errichten, „denn wenn Hunde schon auf dem Platz sind und jemand anderes kommt, ist es schwierig, die Hunde davon abzuhalten, das Gelände zu verlassen“, begründet ein Nutzer in einer Mitteilung beim Behördenmelder auf der städtischen Internetseite die Idee. Bei „Sag’s uns einfach“ wurden in den vergangenen Monaten immer wieder Vorschläge für den Hundespielplatz unterbreitet.

Der für den Bau einer Schleuse am Eingangsbereich wird nicht umgesetzt, erklärt Dagmar Bauer auf AZ-Nachfrage. Jeder Halter ist für seinen Hund zuständig, es müsse auf die Vierbeiner geachtet werden, wenn die Besitzer mit ihnen auf dem Hundespielplatz sind. Angefragt wurde auch, einen Schattenplatz zu errichten. Das soll mit drei angepflanzten Bäumen umgesetzt werden. Eine weitere Mitteilung wurde dazu über den Behördenmelder Anfang der Woche erstellt. Der Nutzer schreibt, dass „eine Bewässerung durch die Besucher der Hundespielwiese sichergestellt wäre“.

Kritisiert wurde über den Behördenmelder allerdings die Parksituation. Oftmals stehen Autos an der Einfahrt zum Bürgerpark an der Isenschnibber Straße, die den Weg dorthin teilweise versperren. Laut Antwort der Stadt wurden Gespräche mit den Hundebesitzern geführt. „Es wurde der Hinweis gegeben, dass unmittelbar rechts und links vom Weg das Parken geduldet wird, jedoch ein uneingeschränktes Benutzen des Weges mit einem Kinderwagen bzw. Fahrrad möglich sein muss“, heißt es.

Der Hundespielplatz war eine der Gestaltungsmaßnahmen für den Bürgerpark, die im vergangenen Jahr umgesetzt wurden. Ein Volleyball- und Basketballfeld, Spielgeräte und ein Fitnesspark wurden 2018 ebenfalls geschaffen. In diesem Jahr könnte der Bau der Skateanlage beginnen, teilt Dagmar Bauer mit. Dazu müssen aber noch verschiedene Anträge bewilligt werden.

VON INA TSCHAKYROW

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