„Lebendiges, offenes Haus“

Gardelegen: Teileröffnung des neuen Gebäudes auf der Gedenkstätte

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Schlüsselübergabe durch die Architekten Stefan Tebroke (von links) und Bruno Vennes an den Stiftungsvorsitzenden Dr. Gunnar Schellenberger und Gardelegens Gedenkstättenleiter Andreas Froese.

Gardelegen – „Herzlichen Glückwunsch zu diesem Gebäude.“  Das sagte Andreas Froese, der Leiter der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe in Gardelegen, mit Blick auf die rund 150 Gäste am gestrigen Nachmittag aus Anlass der Teileröffnung des neuen Besucher- und Dokumentationszentrums, das sich im Eingangsbereich des Areals befindet.

3,7 Millionen Euro hat dieses Objekt gekostet, für das es die Grundsteinlegung Anfang Juni gab.

Die Architekten Stefan Tebroke und Bruno Vennes übergaben im Anschluss an eine kleine Feierstunde symbolisch den Schlüssel für das Gebäude an Staatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger, der auch Stiftungsrats-Vorsitzender bei der Landes-Gedenkstättenstiftung ist. Sie ist Trägerin der Gedenkstätte. Etwa drei Kilometer nördlich von Gardelegen brachten die Nazis am 13. April 1945 insgesamt 1016 KZ-Häftlinge in der Feldscheune auf bestialische Weise um. Im Laufe der nächsten Tage ziehen Andreas Froese und zwei weitere hauptamtliche Mitarbeiter – ein pädagogischer Mitarbeiter und eine Sachbearbeiterin – in die neuen Räume ein. Im kommenden April, rund um den 75. Jahrestag des Feldscheunen-Massakers, wird es dann die endgültige Eröffnung des Gebäudes geben, die eine Dauerausstellung mit dem Schwerpunkt der damaligen Todesmärsche beinhalten wird. Zu diesem Anlass werden auch Gäste aus dem Ausland und möglicherweise Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet.

Das Gebäude des neuen Besucher- und Dokumentationszentrums ist 80 Meter lang, die Wände sind in schlichtem Grau gehalten und es soll, so wünscht es sich Andreas Froese, „ein lebendiges und offenes Haus sein“.

VON STEFAN SCHMIDT

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