Petition für Änderung der Förderrichtlinien beim Breitbandausbau

Gardelegen: Schnelles Internet für alle Orte

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Die Petition wurde von allen Ortsbürgermeistern, wie hier Lindstedts Dorfchef Siegfried Jordan, der vergangenen Legislaturperiode unterschrieben.

Gardelegen – Die Petition zur „Zukunftsfähigkeit aller Ortsteile der Einheitsgemeinde Hansestadt Gardelegen“ liegt vor. Unterschrieben wurde die Petition von 486 Einwohnern, darunter alle Ortsbürgermeister der vergangenen Wahlperiode.

Denn die Unterschriftenaktion wurde bereits im Februar beschlossen.

In der Petition geht es um den Breitbandausbau in der hiesigen Region durch den Zweckverband Breitband Altmark (ZBA), der allerdings nicht überall gefördert werden kann. Zum Beispiel dort, wo vor wenigen Jahren bereits durch ein Telekommunikationsunternehmen eine, so heißt es in der Petition, „Vorerkundung“ stattfand, um damit den eigenen Ausbau zu bekunden. Förderfähig sind auch jene Gebiete nicht, wo bereits Bandbreiten von mindestens 30 Mbit pro Sekunde zur Verfügung stehen bzw. stehen werden.

Die entsprechenden Orte wurden in Karten mit weißen und schwarzen Punkten versehen. Weiß bedeutet förderfähig, schwarz kein Ausbau des Glasfasernetzes. „Wie sich daraus unschwer erkennen lässt, gibt es Orte, die zu einem Teil einem förderfähigen Gebiet zugeordnet sind und im anderen Teil ist eine Erschließung durch moderne Glasfaser nicht möglich“, steht in der Petition. Das betreffe teilweise Nachbarn in einem Wohnhaus. Das bringe einen „erheblichen Nachteil mit sich“ zum Beispiel bezüglich Aus- und Weiterbildungen, die dann nicht von zu Hause aus gemacht werden können.

„Das können und wollen unsere Einwohner so nicht akzeptieren“, heißt es deswegen weiter. Denn jeder solle die Möglichkeit haben, einen Glasfaseranschluss zu erhalten. „Nur so können die Menschen unserer Region sich den Anforderungen der Zukunft stellen“.

Mit der Petition soll deswegen erreicht werden, dass die entsprechenden Förderrichtlinien geändert und angepasst werden. Sie richtet sich an den Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt, Armin Willingmann, sowie an die Politiker des Landtages.

VON INA TSCHAKYROW

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