Es wird immer wieder eng und gefährlich

Gardelegen: Radler auf dem Gehweg  an der Rudolf-Breitscheid-Straße ein Ärgernis

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Nicht erlaubt: Radfahren auf dem Gehweg, hier linksseitig stadteinwärts auf der Rudolf-Breitscheid-Straße. Fußgänger werden dadurch gefährdet.

Gardelegen – Es ist tatsächlich so passiert: Ein Kunde kommt aus einem Geschäft an der Rudolf-Breitscheid-Straße in Gardelegen, tritt auf den Gehweg direkt vor der Eingangstür – und wird von einem Radfahrer erfasst.

Mitsamt der eingekauften Sachen stürzt die Person auf das Pflaster und blutet, kommt sofort ins Gardelegener Altmark-Klinikum. Der Besuch Gardelegens endet für die auswärtige Person also auf der Krankenstation.

„Radfahrer frei“ bedeutet: Auf der Fahrbahn, aber eben nicht auf dem Gehweg.

Ursache für diesen Zusammenstoß war die Tatsache, dass nicht wenige Radfahrer seit Jahren den beidseitigen Gehweg entlang der Rudolf-Breitscheid-Straße nutzen. Und das unerlaubterweise. Zwar ist das Radfahren auf der Rudolf-Breitscheid-Straße, die im Abschnitt zwischen Rathausplatz und Burgstraße eine Einbahnstraße stadtauswärts ist, ausdrücklich erlaubt, sogar entgegen der Einbahnstraßenregelung. Dies gilt aber nur für die Fahrbahn, nicht für die Gehwege rechts und links davon. Darauf verweist Gardelegens Ordnungsamtsleiterin Isolde Niebuhr und erinnert an die entsprechenden Schilder. Doch daran halten sich viele Radfahrer nicht, weil das Kopfsteinpflaster auf der Fahrbahn sehr uneben und die Gehwege deshalb besser zu beradeln sind.

Erlaubt: Ein Radfahrer auf der Fahrbahn der Breitscheidstraße. Dies ist in beiden Fahrtrichtungen gestattet.

Die Folgen hat jeder Fußgänger an der Breitscheidstraße wohl schon mal erlebt: Radfahrer klingeln einen beiseite, radeln ohne Vorwarnung dicht an einem vorbei, weil der Gehweg durch Werbeaufsteller, Stühle und Bäume ohehnhin sehr eng ist. Auch diverse Geschäftsleute ärgern sich im Gespräch mit der Altmark-Zeitung über dieses Verhalten direkt vor ihren Geschäften. Die Außendienst-Mitarbeiter der Stadt können trotzdem nur die Radfahrer auf ihr Fehlverhalten hinweisen. Mehr nicht. Denn für den fließenden Verkehr – und darunter fallen Radfahrer – ist die Polizei zuständig. Die Stadt kümmert sich um den ruhenden Verkehr, also um Falschparker.

„Wir werden das Problem mit der Polizei besprechen“, sagt Isolde Niebuhr. Damit nicht wieder ein Fußgänger im Krankenhaus landet.

VON STEFAN SCHMIDT

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