„Die Hunde lernen Sozialverhalten“

Gardelegen: Nutzer der Hundewiese eine fast schon verschworene Gemeinschaft

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Sie sind fast jeden Abend vor Ort: Herrchen und Frauchen mit ihren Vierbeinern auf der Hundewiese am nördlichen Ende des Gardelegener Bürgerparks. Am Sonnabend bastelten sie sich in Eigenregie einen Unterstand.

Gardelegen – Anfangs waren es nur wenige. Doch im Laufe der Zeit sind es immer mehr Hundefreunde geworden, die sich auf der Hundewiese im Gardelegener Bürgerpark treffen. „An fast jedem Abend ist hier was los“, sagt Torsten Westphal, einer der Hundebesitzer.

Und seine Kollegin Lisa Straatmann ergänzt: „So seit dem vergangenen September sind wir eine feste Truppe.“

Nach Feierabend, in den Sommermonaten ab etwa 19 Uhr, treffen sich die Hundebesitzer in dem eingezäunten Bereich am nördlichen Ende des Bürgerparks in Gardelegen, um ihren Vierbeinern Auslauf zu gewähren und selbst ein paar nette Stunden dort zu verbringen. Manch einer hat im Laufe der Zeit dort auch Stühle und Tische hingestellt, damit es gemütlicher wird, während Hasso und Bello umhertollen und miteinander spielen. „Auf diese Weise lernen Hunde spielerisch ihr Sozialverhalten“, freut sich Torsten Westphal über diese Möglichkeit der Freizeitgestaltung.

Am Sonnabend zimmerten sich die Hundefreunde einen eigenen Unterstand. Mit der Hilfe von Sponsoren – Obi, Möbel-Müller, Family Fahrschule, Romy Gille und Ramona Jacobs – kam das Material zustande. Gehämmert und geschraubt wurde dann in Eigenregie. „Damit haben wir es ab sofort deutlich gemütlicher als vorher“, freut sich Torsten Westphal im Namen der Mitstreiter.

Ein Problem gibt es für die Nutzer der von der Stadt im vergangenen Jahr angelegten Hundewiese aber noch. Denn die Parksituation ist unbefriedigend. Vom Parkplatz am Gulliver-Spielplatz ganz am südlichen Ende des Bürgerparks bis zur Hundewiese sei es zu weit, sagt Torsten Westphal. Also wird nur wenige Meter vom umzäunten Gelände, in der Kurve am Schloss Isenschnibbe, geparkt. Dort habe man mit der Stadt vereinbart, dass Autos zwar abgestellt werden dürfen, sie aber weder den Fahrzeugverkehr noch Radfahrer behindern dürfen.

VON STEFAN SCHMIDT

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