In Gardelegen wurden 14 Bäume gefällt

Öko-Konto für Ersatzpflanzungen

Gefällter Baum in Gardelegen
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Zuletzt wurden in Gardelegen an der Isenschnibber Chaussee Bäume gefällt. Für Ersatzpflanzungen unterhält die Stadt ein Öko-Konto mit Punktesystem.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Die Stadt Gardelegen musste kürzlich 14 Bäume fällen. Fällungen kommen bei Bürgern oft nicht gut an. Allerdings gibt es immer Ersatzpflanzungen. Die Stadt führt dafür sogar ein Öko-Konto.

Gardelegen – Das Fällen von Bäumen ist oftmals eine emotionale Diskussion, so Mandy Schumacher, weil viele Leute mit den Bäumen aufgewachsen sind, sagte die Bürgermeisterin im Ausschuss für Bau- und Ordnungsangelegenheiten. „Bei uns werden aber keine Bäume gefällt, die nicht gefällt werden müssen“, erklärte sie am Montagabend weiter. Wenn es aber um die Verkehrssicherheitspflicht geht, „tragen wir die Verantwortung“, sagte Mandy Schumacher zu dem Thema, das bereits in der vorangegangenen Woche wegen der möglichen Fällung der Friedenseiche in Ipse viel diskutiert wurde.

Bauamtsleiter Ottmar Wiesel informierte, dass in der Kernstadt 16 Bäume überprüft wurden. Zwei dieser Bäume befinden sich außerhalb der Stadt – das Bauamt ist nur für die Bäume in der Kernstadt zuständig, der Grünbereich ist zuständig für Bäume in den Ortsteilen –, weswegen diese gemeinsam mit einem Mitarbeiter des Altmarkkreises Salzwedel und einem Gutachter überprüft wurden. Diese Bäume werden weiterhin beobachtet, weil die Schädigung noch nicht so stark ist, sodass die Bäume doch noch einmal austreiben könnten. 14 der 16 Bäume müssen gefällt werden, informierte Bauamtsleiter Ottmar Wiesel weiter.

14 Bäume weg, 35 werden gepflanzt

Dafür werden als Ausgleich 35 Bäume gepflanzt. Die Pflanzungen sollen auf dem Gardelegener Friedhof, an der Bismarker Straße gegenüber des Parkplatzes und im Wohngebiet An der Remonte beim Spielplatz erfolgen. Die Bäume, die aus der Stadt entnommen wurden, sollen mit neuen Bäumen in der Stadt ersetzt werden. Es ist aber nicht immer möglich, die Bäume an die alte Stelle einzusetzen. Als Beispiel nannte der Bauamtsleiter Zienau. Dort wurde ein Baum gefällt und an dieselbe Stelle neue Bäume eingepflanzt, die aber nicht angewachsen sind.

Ottmar Wiesel informierte, dass „wir dankbar sind für Hinweise, wo Ausgleiche stattfinden könnten“. Ausgleiche für Baumfällungen sind aber nicht immer an Ort und Stelle möglich.

Öko-Konto mit Punktesystem

Deswegen gibt es das Öko-Konto. Ottmar Wiesel erklärt auf Nachfrage der Altmark-Zeitung, dass die Stadt auf dieses Öko-Konto entweder Geld einzahlen kann, damit irgendwo im Altmarkkreis die Ausgleichspflanzungen durchgeführt werden können oder die Stadt selbst Ausgleichspflanzungen durchführt, wofür es bestimmte Punkte gibt, die im Öko-Konto vermerkt werden. Hat die Stadt beispielsweise auf diesem Konto 300 Punkte, und muss Bäume im umgerechneten Wert von 200 Punkten anpflanzen, kann das aber aus verschiedenen Gründen nicht, können die Punkte vom Öko-Konto abgezogen werden, weil bereits zu einem früheren Zeitpunkt mehr Ausgleichspflanzungen gemacht worden sind. Der Punktestand beträgt dann auf dem Öko-Konto nur noch 100, erklärt Bauamtsleiter Ottmar Wiesel.

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