Mutmaßung: Wer öfter Zuhause ist, ruft schneller die Feuerwehr an

Gardelegen: Mehr Alarme wegen privater Feuer

Feuer in Feuerschalen sind grundsätzlich erlaubt. In diesem Corona-Jahr gab es jedoch mehr Notrufe und somit Feuerwehr-Einsätze als in den Jahren zuvor.
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Feuer in Feuerschalen sind grundsätzlich erlaubt. In diesem Corona-Jahr gab es jedoch mehr Notrufe und somit Feuerwehr-Einsätze als in den Jahren zuvor.

Gardelegen – „Es gibt nur Mutmaßungen, warum das so ist. “ Das sagt Gardelegens Stadtwehrleiter Sven Rasch. Fest steht aber: In den vergangenen Monaten und seit den Corona-Beschränkungen häufen sich die Alarmierungen wegen privat entfachter Feuer.

Wie in einem Fall, als ein Mann seinen Geburtstag – vor dem derzeit geltenden Lockdown – in kleiner Runde und mit Abstandsregelungen rund um eine Feuerschale auf dem eigenen Grundstück feiern wollte. Das Feuer war sogar bei der Leitstelle ordnungsgemäß angemeldet. Trotzdem rückte die Feuerwehr aus, weil ein Anwohner den Feuerschein als echtes Feuer interpretiert hatte und den Notruf wählte. „Ein solches Ausrücken ist dann ärgerlich für alle Beteiligten“, sagt der Stadtwehrleiter. Im schlimmsten Fall würden Kräfte unnötig gebunden, die woanders bei einem wirklichen Notfall fehlen könnten.

Sven Rasch mutmaßt, dass der Anstieg des Homeoffice und generell der vermehrte häusliche Aufenthalt wegen der Corona-Einschränkungen zu mehr solcher Alarmierungen geführt haben. „Die Menschen sind oft zuhause und sehen solche Feuer eher, als wenn sie tagsüber unterwegs sind.“ Der Stadtwehrleiter stellt klar: Natürlich sollen „echte“ Feuer auch weiterhin gemeldet werden. Aber eben nicht zwingend Feuerschalen. Da reiche manchmal ein genaues Hinschauen oder das Klingeln beim Nachbarn.

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