Wirtschaftsförderin Julia Schlüsselburg berichtete über ihre Arbeit

Gardelegen: Keine großen Flächen mehr frei

Im Gardelegener Gewerbe- und Industriegebiet (im Hintergrund) gibt es kaum noch freie Flächen. Das berichtete Gardelegens Wirtschaftsförderin Julia Schlüsselburg im städtischen Wirtschaftsausschuss.
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Im Gardelegener Gewerbe- und Industriegebiet (im Hintergrund) gibt es kaum noch freie Flächen. Das berichtete Gardelegens Wirtschaftsförderin Julia Schlüsselburg im städtischen Wirtschaftsausschuss.

Gardelegen – Knapp 42 Prozent der Gardelegener Stadträte – 15 von 36 – sitzt neu in diesem Gremium. Aus diesem Grund erläuterte Gardelegens Wirtschaftsförderin Julia Schlüsselburg während der jüngsten Zusammenkunft des städtischen Finanzausschusses ihre Arbeit.

Außerdem listete sie Zahlen auf, wie es Gardelegen wirtschaftlich geht.

Die wichtigste Zahl zuerst: Die Arbeitslosenquote für die Menschen, die im Gardelegener Stadtgebiet wohnen, liegt bei 5,36 Prozent und ist somit so niedrig wie noch nie zuvor seit der Deutschen Einheit. Auch die Gewerbe- und Industriegebiete seien gut ausgelastet, berichtete Julia Schlüsselburg. „Wir haben aktuell keine größere Fläche mehr frei.“ Ansiedlungen wie vor rund 20 Jahren in Größenordnungen wie den Automobil-Zulieferbetrieben Eldisy und dem heutigen NTN gibt seit etlichen Jahren nicht mehr.

Einzig im Gardelegener Gewerbegebiet Ost II – das ist im Bereich des Glaswerks – gebe es noch freie Flächen in einer Größe von 16,4 Hektar. Die meisten Gewerbeanmeldungen betreffen aber kleinere Betriebe, oft aus dem Handwerk. Wirtschaftsförderung, so berichtete Julia Schlüsselburg weiter, bedeute auch, bereits existierende Unternehmen zu betreuen und sie nötigenfalls miteinander zu vernetzen. Die Stadt Gardelegen ist auch bei der „Arbeitsgemeinschaft Innenstadt“ dabei und versucht, die Geschäftslandschaft im Stadtzentrum zu beleben und gegen den Leerstand anzugehen. Letztlich könne man da aber auch immer nur begleitend und selten als Entscheidungsträger eingreifen.

Im bisherigen Jahr, so listete Julia Schlüsselburg weiter auf, habe es 18 Wirtschaftsanfragen bei der Stadt Gardelegen gegeben. In 13 Fällen habe es eine Standort-Prüfung gegeben. Bislang habe es daraus folgend drei Absagen gegeben, aber auch zwei Ansiedlungsvorhaben.

Julia Schlüsselburg, darin waren sich die Mitglieder des Gardelegener Wirtschafts-und Finanzausschusses einig, wird künftig in regelmäßigen Abständen in diesem Gremium über ihre Arbeit berichten und dann auch jeweils aktuelle Zahlen vorlegen.

VON STEFAN SCHMIDT

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