Gardelegen kann mit digitaler Stadtführung erkundet werden

Sightseeing mit dem Handy in Gardelegen

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Die Smartphone-App führt Touristen und Einheimische mit einer digitalen Karte zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten.

Gardelegen – Die Karte auf dem Smartphone zeigt den Weg weiter geradeaus, das Rathaus ist nun schon von Weitem zu sehen. Ein weiterer Blick auf das Handy und es zeigt eine Ansicht der Sehenswürdigkeit von 1913, mit einem Wisch nach rechts von 1935.

Ein weiterer Klick und es gibt Informationen zum Gardelegener Rathaus. Von dort geht es mit dem Smartphone und der Tour „Gardelegen anno dazumal“ weiter zum Marktplatz, der Nikolaikirche oder dem Salzwedeler Tor.

Insgesamt können sich Touristen und Einheimische acht verschiedene Orte in historischen Ansichten bei der digitalen Stadtführung ansehen. „In Sachsen-Anhalt sind wir mit die Ersten, die das anbieten“, erklärt Mandy Botzler von der Tourist-Info. Und zwar ab sofort. Über den App-Store wird dazu nur die kostenlose Anwendung „Future History“ auf Smartphone oder Tablet heruntergeladen. Dann kann in der App die Tour „Gardelegen anno dazumal“ je nach Betriebssystem für etwa fünf Euro gekauft werden, erklärt Mandy Botzler weiter.

Auf die Idee, eine digitale Stadtführung zu erarbeiten, kam sie, weil „ab und an Einheimische oder Touristen in die Tourist-Info kommen und sofort eine Stadtführung wollen“. Das ist aber nicht immer möglich. Digital aber schon. Also wurde gemeinsam mit Stadtmitarbeiter Rupert Kaiser die Tour innerhalb von etwa sechs Wochen erstellt. Dazu wurden die historischen Ansichten rausgesucht und die Informationstexte geschrieben. Schließlich wurde von ihnen die Stadtführung abgelaufen.

Das sind etwa zwei Kilometer, für die ungefähr 75 Minuten benötigt werden. Es muss aber nicht die ganze Tour abgelaufen werden. Es können auch nur einige der acht Sehenswürdigkeiten besucht werden. Ebenso kann die Tour an verschiedenen Standorten starten. Sind Touristen oder Einwohner, die die Tour auf dem Smartphone oder Tablet haben, zufällig in der Nähe einer Sehenswürdigkeit und ist GPS angeschaltet, vibriert das Gerät, informiert Mandy Botzler. Die historischen Ansichten können jederzeit angesehen werden, dazu muss die Stadt nicht abgelaufen werden.

Mit der digitalen Tour sollen Touristen unabhängiger die Stadt erkunden können. Angesprochen werden sollen damit auch „Einheimische, die sich noch und wieder für die Stadt interessieren“, so Botzler, sowie eine jüngere Zielgruppe, die Smartphone und Co. stark nutzen. „Wir wollen moderner werden und uns weiterentwickeln“, erklärt die Stadtmitarbeiterin. Sie erzählt, dass die Tour sogar noch vertont und in englischer Sprache angeboten werden soll. Zudem könnten weitere Führungen, zum Beispiel für die Ortsteile, erstellt werden. „Jede Person kann das machen“, sagt Mandy Botzler. Es werden nur Fotos oder Ansichten benötigt. Wer solch eine Tour für eine Ortschaft erstellen möchte, kann sich bei Mandy Botzler melden. Sie kann eine Einführung geben.

VON INA TSCHAKYROW

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