Drei Jahre von der Steuer befreit

Gardelegen: Wer Hund aus Tierheim aufnimmt, erhält Vergünstigungen

Wer einen Hund aus dem Tierheim aufnimmt, der muss laut Stadtratsbeschluss drei Jahre lang keine Hundesteuer bezahlen.
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Wer einen Hund aus dem Tierheim aufnimmt, der muss laut Stadtratsbeschluss drei Jahre lang keine Hundesteuer bezahlen.

Gardelegen – Wer aus dem Gardelegener oder aus einem anderen Tierheim einen Hund aufnimmt, der muss künftig drei Jahre lang keine Hundesteuer zahlen. Das haben die Mitglieder des Gardelegener Stadtrates mit deutlicher Mehrheit entschieden.

Vorausgegangen war ein entsprechender Antrag der AfD-Fraktion.

Bisher gilt: Tierheim-Hunde sind ein Jahr lang von der Hundesteuer befreit. Das wollte allen voran der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Sebastian Koch geändert haben. Er erläuterte im Stadtrat den Antrag. Es geht darum, mehr Menschen als bisher zu motivieren, Hunde aus dem Tierheim bei sich aufzunehmen. Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher („Die Stadt wird an den fehlenden Einnahmen nicht zugrunde gehen.“) widersprach da nicht. Auch wenn die Arbeit im Gardelegener Tierheim im Vergleich zu der Zeit vor der vom Kreis verordneten Schließung an Qualität gewonnen habe, so habe auch die Stadt ein Interesse daran, die Hunde aus dem Tierheim möglichst rasch vermittelt zu bekommen.

Ausgenommen von dieser Steuerbefreiung, die die Stadtratsmitglieder bei fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung mit 26 Ja-Stimmen beschlossen haben, bleiben Verdachts- und Vorfallhunde. Also Hunde, die entweder auf der Rasseliste stehen oder bereits zugebissen haben und deshalb steuerlich heraufgesetzt werden. Eine Abschaffung der erhöhten Hundesteuer für Verdachts-und Vorfallhunde hat der Stadtrat mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

VON STEFAN SCHMIDT

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