Abrissbirne macht 60 Jahre altem Neubaublock den Garaus

Gardelegen: Es war einmal ein Wohnblock

Mit lautem Getöse wird der Wohnblock an der Isenschnibber Straße in Gardelegen abgerissen. Er stand seit mehreren Jahren leer, der letzte verbliebene Mieter ist im vergangenen Jahr ausgezogen.
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Mit lautem Getöse wird der Wohnblock an der Isenschnibber Straße in Gardelegen abgerissen. Er stand seit mehreren Jahren leer, der letzte verbliebene Mieter ist im vergangenen Jahr ausgezogen.

Gardelegen – Wer gestern auf der Isenschnibber Straße in Gardelegen mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs war, der hat automatisch auf den Neubaublock am Straßenrand geschaut. Oder besser: Auf das, was davon noch übrig ist.

Seit mehreren Wochen schon laufen die Abrissarbeiten. Erst wurden sämtliche Fenster herausgenommen, parallel alle Leitungen gekappt und auch Teile des Dachs entfernt. Seit Donnerstag ist nun der Abrissbagger im Einsatz. Die Wohnungsgenossenschaft Gardelegen, kurz WGG, lässt den zuletzt leer stehenden Block mit seinen vier Eingängen komplett abreißen.

Wo jetzt die Lücke ist, befanden sich einst Wohneinheiten.

Ein Block, in dem der letzte verbliebene Mieter im vergangenen Jahr ausgezogen ist, nun eine Wohnung bei der Gardelegener Wobau erhalten hat und somit den Weg für den Abriss frei gemacht hat. Eine Sanierung des im Jahr 1960 fertiggestellten und damals sehr modernen Blocks wäre nach Angaben von WGG-Geschäftsführer Henri Schulz mit fast drei Millionen Euro für die Genossenschaft finanziell nicht zu stemmen gewesen. Nach dem Abriss soll dort erstmal eine Rasenfläche angesät werden.

Zwar wird der Abriss des 60 Jahre alten Blocks durch permanente Wasserzufuhr von der anderen Straßenseite unterstützt, um beispielsweise übermäßiger Staubentwicklung entgegenzuwirken. Aber angesichts des nasskalten Wetters dieser Tage halten sich die Belastungen für die unmittelbaren Anwohner in Grenzen.

VON STEFAN SCHMIDT

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