Wenig Resonanz auf Umfrage

Gardelegen: Böller sollen bleiben

Silvesterraketen dürfen auch weiterhin in der Altstadt gezündet werden. Bei einer Umfrage zu diesem Thema haben nur ganz wenige Hausbesitzer mitgemacht. 
+
Silvesterraketen dürfen auch weiterhin in der Altstadt gezündet werden. Bei einer Umfrage zu diesem Thema haben nur ganz wenige Hausbesitzer mitgemacht. 

Gardelegen – Die große Mehrheit jener Hausbesitzer aus der Gardelegener Innenstadt, die vom Gardelegener Ordnungsamt wegen eines möglichen Böller-Verbots angeschrieben worden sind und auch geantwortet haben, ist für ein solches Verbot.

Das erläuterte Gardelegens Ordnungsamtsleiterin Isolde Niebuhr vor wenigen Tagen während der Zusammenkunft des städtischen Bau-und Ordnungsausschusses.

Das Problem: Kaum jemand hat bei der Umfrage mitgemacht. Insgesamt, so berichtete Isolde Niebuhr habe die Stadt die Schreiben an 1060 Haushalte verschickt. Dies betraf all jene Hausbesitzer, die innerhalb des Walls leben. Von diesen 1060 Schreiben sind lediglich 132 ausgefüllt zurückgesandt worden. Das entspricht einem Anteil von gerade mal 12,45 Prozent. 

Soll heißen: Sieben von acht Hausbesitzern haben gar nicht geantwortet – möglicherweise ein Indiz dafür, dass das Thema Böllerverbot als gar nicht so wichtig angesehen wird. Das Ergebnis: Von den 132 Rücksendungen waren 116 für ein Verbot und 16 dagegen. Angeschoben hatte das Thema das fraktionslose Stadtrats-Mitglied Dirk Kuke, der argumentierte, dass durch die enge und teils jahrhundertealte Bebauung in der Gardelegener Altstadt eine Gefahr von Silvesterraketen ausgehen könnte. „Mehr als die Bürger um ihre Meinung fragen können wir nicht“, zeigte sich Bürgermeisterin Mandy Schumacher enttäuscht von der Resonanz.

Die Entscheidung: Ein Verbot gibt es vorerst nicht. VON STEFAN SCHMIDT

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare