Rüde aus dem Tierheim operiert / Bitte um Spenden

Gardelegen: Achtjähriger Schäferhund „Brünchen“ hat Bandscheibe

Die Operationsnarbe ist noch gut sichtbar. Mittlerweile geht es dem achtjährigen Hund nach seinem Bandscheibenvorfall spürbar besser.
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Die Operationsnarbe ist noch gut sichtbar. Mittlerweile geht es dem achtjährigen Hund nach seinem Bandscheibenvorfall spürbar besser.

Gardelegen – Er ist einer der Lieblinge im Gardelegener Tierheim. Der Schäferhund-Rüde Bruno, auch liebevoll „Brünchen“ von den Mitarbeitern genannt, lebt seit 2016 in der Aufnahmestation, die vom Tierschutzverein betrieben wird.

Doch vor wenigen Tagen gab es einen Schreck: Der Rüde, so berichtet Tierheim-Mitarbeiterin Gisela Kürten, konnte seine Hinterbeine kaum noch bewegen. Bruno schleppte sich nur noch mit den Vorderpfoten vorwärts, die Hinterbeine waren bei dem achtjährigen Hund komplett gelähmt.

Der Schäferhund-Rüde Bruno lebt seit 2016 im Gardelegener Tierheim.

Bruno kam daraufhin sofort mit dem Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall in die Tierklinik nach Lüneburg. Dort gab es eine Diagnose per MRT. Mit dem Ergebnis, dass Bruno tatsächlich einen akuten Bandscheibenvorfall hat. Und zwar im Bereich der Lendenwirbelsäule mit hochgradiger Kompression des Rückenmarks, wie es in der medizinischen Beurteilung hieß. Sollte der Rüde sofort operiert werden, dann lägen die Heilungschancen bei etwa 70 bis 80 Prozent. Weil der Hund bereits in der Narkose lag, musste schnell entschieden werden: Sofortige Operation oder einschläfern?

„Wir hätten es nicht übers Herz gebracht“, berichtet Gisela Kürten, „unser Brünchen aus finanziellen Erwägungen einschläfern zu lassen.“ Und so wurde Bruno operiert – per Mundpropaganda kamen bei den Vereinsmitgliedern Spenden in Höhe von 1000 Euro innerhalb kürzester Zeit zusammen. Bereits am Tag nach der Operation konnte der Schäferhund aus der Klinik entlassen werden. Er wohnt nun vorerst bei einem Vereinsmitglied zur „Reha“, weil die Räumlichkeiten im Tierheim selbst – mit all der zwangsläufigen Unruhe und dem Lärm – für einen frisch operierten Hund alles andere als förderlich sind.

Die bange Frage war nun: Hat die Operation geholfen? „Die Tierärzte in Lüneburg haben hervorragende Arbeit geleistet und Bruno ist ein Kämpfer“, berichtet Gisela Kürten. Er habe bald die ersten Schritte gehen können, die Kraft in den Hinterbeinen nehme zu, er könne das Gleichgewicht wieder halten. Und „wie groß war unsere Freude, als er zum ersten Mal zum Pullern wieder das Bein heben konnte“, freut sich Gisela Kürten stellvertretend für die übrigen Tierheim-Mitarbeiter. Bruno bekommt Physiotherapie, die Fäden wurden gezogen, die Wunde sei gut verheilt. Und er gehe auch schon zehn Minuten lang an der Leine.

Aber noch ist die Operation nicht komplett bezahlt. Deshalb bittet der Tierschutzverein um Spenden auf das Konto

Sparkasse Altmark West

DE 54810555550200020889

NOLADE 21 SAW

VON STEFAN SCHMIDT

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