Stiftung Zukunft Altmark und Europa-Philharmonie organisieren Festspiele

Die ganze Region als Bühne

Stellten gestern die Altmark-Festspiele vor: Magnus Staehler, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Zukunft Altmark, Carmen und Reinhard Seehafer von der Europa-Philharmonie, Annabelle Gerhold, zuständig fürs Marketing, und Paul-Werner von der Schulenburg (v.l.).

Zichtau. „Es ist für die Altmark eine neue Chance, bekannter zu werden, aber auch enger zusammenzuwachsen. “ Mit diesen Worten bringt der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Zukunft Altmark, Magnus Staehler, die Intention der „Altmark-Festspiele“ auf den Punkt.

So nennt sich das neueste Projekt der Stiftung, das man gemeinsam mit der Europa-Philharmonie Magdeburg und weiteren Partnern derzeit auf die Beine stellt.

Das Jahr 2014 stellt eine Versuchsphase dar, erläuterte Staehler gestern das Vorhaben, „um zu probieren, wie die Altmark als Bühne funktioniert“. Dass Kultur aber als Zugpferd dienen kann, um noch mehr Menschen von der Region zu überzeugen, steht für die Veranstalter fest. „Kultur an besonderen Orten“ lautet der Untertitel des Projekts. Und dahinter verbirgt sich eines der Alleinstellungsmerkmale, mit denen man sich von den vielen anderen Festivals in Deutschland abheben möchte. Es gehe nicht darum, eine „Light“-Version anderer Festspiele zu schaffen, sondern die eigene, altmärkische Identität herauszustellen. Feldsteinkirchen oder ehemalige Scheunen sollen als Veranstaltungsorte genutzt werden. Aber auch ein Fabrikgebäude wäre denkbar, sagt Paul-Werner von der Schulenburg, einer der Unterstützer des Projekts. „Was die Orte angeht, sind wir vollkommen offen“, sagte er. Aber auch auf bestimmte Zielgruppen und Kulturformen – ob nun Konzert, Lesung oder Ausstellung – sei man nicht festgelegt. Denn auch das ist ein Alleinstellungsmerkmal: Das Konzept sehe vielmehr vor, Programm für 0- bis 99-Jährige zu bieten. Und das ist durchaus wörtlich zu verstehen: Am 20. September soll es in der integrativen Kindertagesstätte „Arche Noah“ in Gardelegen das erste von mehreren „Babykonzerten“ geben. Die Gruppe der Vorschulkinder soll mit dem Musik- und Tanzprojekt „Sternentänzer“ weiter an die Musik herangeführt werden, für die sechs- bis 18-Jährigen gibt es wie schon im vergangenen Jahr die Schulkonzerte „Klassik – I like it!“. In diesem Jahr war die Resonanz noch größer als bei der Premiere, rund 450 Schüler hätten sich allein für den Termin in Zichtau angemeldet. Aber auch für die Erwachsenen soll es natürlich Angebote geben. Und zwar in einer „Bandbreite von Lady Gaga bis Robert Schumann“, so Staehler. Große Open-Airs mit Bands wie „Pink Floyd“ oder „Deep Purple“ wären denkbar.

Vor gut einem halben Jahr begannen die Planungen. Bei positiver Resonanz werden die Festspiele auch 2015 weitergeführt.

Von Karsten Tenbrink

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