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Für mehr mobile Jugendarbeit in Gardelegen wird auch mehr Geld und Personal benötigt

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Von: Ina Tschakyrow

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Haus mit Schild
Das JFZ bietet über den Jugendclub „Mood“ mobile Jugendarbeit an. © Stefan Schmidt

Wo fand bisher die mobile Jugendarbeit statt und was ist noch geplant? Darüber informierte der Gardelegener Jugendclub im Sozialausschuss. Dort wurde angeregt, dass für mehr Angebote auch mehr Geld benötigt wird.

Gardelegen – In Mieste, Potzehne, Sachau und Weteritz fand in diesem Jahr die mobile Jugendarbeit statt. In den Jahren zuvor waren die Mitarbeitenden des Gardelegener Jugendclubs „Mood“, die die mobile Jugendarbeit durchführen, unter anderem schon in Zichtau, Jävenitz und Ipse mit verschiedenen Projekten und Aktionen für die Kinder und Jugendlichen vor Ort. Weitere Angebote der mobilen Jugendarbeit sind geplant, informierte Jugendclubleiter Martin Holz die Mitglieder des Sozialausschusses am Dienstagabend.

„Das ist keine flächendeckende Jugendarbeit“, sagte Siegfried Jordan, „aber ein Anfang“.

2019 wurde im Sozialausschuss das Konzept für die flächendeckende mobile Jugendarbeit vorgestellt. Das Konzept wurde erarbeitet, nachdem im Jahr 2017 ein Antrag für mehr finanzielle Mittel gestellt wurde. Mit dem Geld sollte mehr Personal finanziert werden, das dann die mobile Jugendarbeit umsetzen kann. Angebote gab es daraufhin in verschiedenen Ortschaften.

In Mieste wurde im vergangenen Jahr sogar wieder ein Jugendraum für die Kinder und Jugendlichen eröffnet, der zunächst freitags genutzt werden konnte. Die Öffnungszeiten wurden nun erweitert: Donnerstags und freitags können sich dort Kinder und Jugendliche von 14 bis 18 Uhr treffen und die verschiedenen Angebote nutzen. Durchschnittlich seien vier bis sechs Kinder in Mieste vor Ort, sagte auf Nachfrage von Sandra Hietel der Jugendclubleiter.

In den Herbstferien findet ein Angebot der mobilen Jugendarbeit in Letzlingen statt, welches bereits im Sommer geplant war, aber verschoben werden musste. In Lindstedt soll die mobile Jugendarbeit fortgeführt und ausgebaut werden. Ende des Jahres ist ein Treffen in Jerchel geplant, um abzufragen, inwieweit dort mobile Jugendarbeit stattfinden soll.

Wie viel Personal nötig wäre, um in noch mehr Ortschaften mobile Jugendarbeit anzubieten, wollte Siegfried Jordan wissen. „Ein bis zwei“, antwortete Martin Holz. Neben dem Jugendclubleiter hat noch Maximilian Klaus eine Vollzeitstelle im „Mood“. Weiterhin arbeiten dort zwei Mitarbeitende einmal pro Woche. Dazu kommen noch Ehrenamtliche, die verschiedene Kurse anbieten. „Wenn wir mehr wollen, dann müssen wir mehr Geld geben“, sagte Siegfried Jordan.

Der Geschäftsführer des Jugendförderungszentrums, zudem das „Mood“ gehört, Ralf Böse, informierte, dass der Jugendclub jährlich 58.000 Euro erhält. Für die mobile Jugendarbeit weitere 28.500 Euro. Dazu kommt noch der Personalkostenzuschuss vom Altmarkkreis Salzwedel in Höhe von 16.800 Euro für die zwei Vollzeitpersonalstellen.

Derzeit sind die Stellen für den Bundesfreiwilligendienst und das Freiwillige Soziale Jahr nicht besetzt und es finde sich auch niemand, so Ralf Böse weiter.

Insgesamt sei mit den Angeboten des Jugendclubs in den vergangenen Jahren „eine deutliche Steigerung feststellbar“, sagte Bürgermeisterin Mandy Schumacher abschließend.

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