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Reutter-Grundschule: Sanierung bei laufendem Betrieb

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Von: Stefan Schmidt

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Mann vor Schulgebäude
Matthias Lofing erläuterte die Sanierungspläne © Stefan Schmidt

Die Otto-Reutter-Grundschule in Gardelegen soll im nächsten Jahr saniert werden.

Gardelegen – „Dieses Gebäude“, so machte Matthias Lofing klar, „ist einstmals als Schule gebaut worden“. Und zwar im Jahr 1871. Es sei immer als Schule genutzt worden „und wenn es hier mal keine Schule mehr geben sollte“, so betonte der Architekt aus Gardelegen, „dann bleibt eigentlich nur noch eines: der Abriss.“

Lofing stand am Dienstagabend vor der Otto-Reutter-Grundschule an der Nicolaistraße in der Gardelegener Altstadt. Dieser Ort war Bestandteil eines Stadtspaziergangs, den das Gardelegener Bauamt für interessierte Einwohner anbot. Etwa 40 Gardelegener waren gekommen, um sich mehr als zwei Stunden lang über abgeschlossene und noch geplante Bauvorhaben, finanziert auch mit Fördergeld, informieren zu lassen.

Eines dieser Bauvorhaben ist die Sanierung der Otto-Reutter-Grundschule, dessen Gebäude unter Denkmalschutz steht. Der Backsteinbau soll ab dem kommenden Jahr umgestaltet werden. Wie Lofing erläuterte, soll dies bei laufendem Betrieb geschehen. Denn eine Auslagerung des Unterrichts sei mangels räumlicher Alternativen nicht möglich. „Das wird zwar für alle Beteiligten eine Herausforderung werden“, merkte der Architekt an. Aber Lofing ist optimistisch, dass sich die Belastung in Grenzen halten wird.

Die Toiletten, die sich bisher im Keller befinden, sollen ins Erdgeschoss und damit eine Etage höher verlegt werden. Damit werde der Weg für die Kinder kürzer. „Manch einer“, so erklärte Matthias Lofing, „hat es in der Vergangenheit nicht immer unbeschadet bis zur Toilette geschafft“. Die Sanitäranlagen sollen dort errichtet werden, wo sich bisher der Speiseraum befindet. Gegessen werden soll stattdessen nach dem Umbau im Kellergeschoss.

Weitere Baumaßnahmen an der Otto-Reutter-Grundschule betreffen die Beseitigung von Feuchtigkeitsschäden im Fußboden und in den Wänden, vor allem im Keller. Dort sei eine Sanierung „dringend erforderlich“, erläuterte Matthias Lofing, „um gesundheitliche Schäden zu vermeiden“. Bestandteil der Schulsanierung ist auch ein Aufzug, um die Anforderungen an die Barrierefreiheit zu erfüllen, verdeutlichte Matthias Lofing.

Der Plan der Gardelegener Stadtverwaltung ist, dass bei einer Bewilligung des Fördergeldes über das Landesprogramm „Lebendige Zentren“ – der Antrag ist seitens der Stadt gestellt, wie Bauamtsleiter Ottmar Wiesel erklärte – im nächsten Jahr mit der Sanierung begonnen werden soll. Die Baukosten belaufen sich nach aktuellem Stand auf knapp zwei Millionen Euro.

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