Auszeichnungen für milchproduzierende Betriebe / Rinderallianz zog positives Resümee

Fünf Sterne bezeugen nach außen Spitzenqualität

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Ein Mitarbeiter des Betriebs von Rainer Köthke in Audorf (v.l.), Annerose Francke von der GbR in Bösdorf und Andreas Wachtel von der GbR in Estedt halten das Fünf-Sterne-Hofschild in den Händen, das ihnen Spitzenqualität attestiert. Ulrike Rieseberg hatte es zuvor überreicht.

lam Zichtau. Gute Arbeit zahlt sich aus: Die Estedter Wachtel GbR, die Bösdorfer Francke GbR und der Betrieb von Rainer Köthke in Audorf können Jahr für Jahr mit sehr guten Ergebnissen in der Milchleistungsprüfung aufwarten.

Und deshalb gehören sie zum wiederholten Male zu den 20 „Besten Betrieben“ im Landeskontrollverband für Leistungs- und Qualitätsprüfung (LKV) Sachsen-Anhalt, die sich wieder über ein Hoftorschild mit fünf Sternen freuen durften, und zwar am Mittwoch bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung des Milchkontrollvereins (MKV) Gardelegen/Haldensleben/Klötze und des Rinderzuchtvereins (RZV) Gardelegen/Klötze im Ferienpark Zichtau (wir berichteten).

Überreicht wurden die Hoftorschilder, deren Sterne für Spitzenqualität stehen, von Annegret Reinsberg vom LKV und Ulrike Rieseberg, Kontrollinspekteurin im MKV. Die Liste der Besten im Land führt die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) Iden an. Ein Vier-Sterne-Hoftorschild gab es für die AG Schwiesau, die GbR Helga in Klüden, der MVB Calvörde, die AG Jübar, die AP Gemizu Kremkau und die Becker GbR in Wiepke. Über drei Sterne durften sich in Zichtau die LB Kunrau, die APG Bösdorf, die MEG Klötze und die GbR Mewes in Estedt freuen. Der LKV plant, die Kriterien für das Hoftorschild ab 2017/18 zu verändern, hatte zudem Geschäftsführer Dr. Lothar Döring im Ferienpark angekündigt. Dazu bedürfe es aber noch einiger Absprachen.

Die Auszeichnungen für die leistungsstärksten Betriebe durch den RZV gemeinsam mit dem Rinderzuchtverband Sachsen-Anhalt (RSA) und der Rinderallianz gab es dieses Mal nicht während der Jahreshauptversammlung, da der RZV-Vorsitzende Frank Wienecke verhindert war. Er wird dies aber nachholen und die Betriebe dafür besuchen.

Einige Informationen gab es aber noch über die Arbeit der Rinderallianz, von der Uwe Roitsch, zuständig für die Spermavermarktung, vor Ort war. Und er konnte ein positives Resümee ziehen, was beispielsweise die Vermarktung von Lebendvieh betrifft. Denn dem Team der Rinderallianz ist es gelungen, das Ziel, 100.000 Rinder zu vermarkten, nicht nur zu erreichen, sondern auch mit rund 8000 Rindern zu überbieten. Und der Erfolgstrend setzt sich fort. Denn in den ersten drei Monaten des neuen Wirtschaftsjahres wurden laut Roitsch bereits bis jetzt 5700 Tiere mehr vermarktet als im Vergleichszeitraum des vergangenen Wirtschaftsjahres.

Auch mit den Vermarktungszahlen bezüglich des Spermaverkaufs, der in 25 Länder weltweit erfolgt, sei man insgesamt zufrieden, obwohl es bei dem Verkauf an Dritte, wie beispielsweise Russland und Türkei, Einbußen gab. Dennoch könne natürlich mit Qualität gepunktet werden. Denn acht Bullen der Rinderallianz sind nach der Zuchtwertschätzung im Dezember 2017 unter den 20 besten Schwarzbunten (töchtergeprüft) – darunter der Morgan-Sohn Mocon auf Platz eins. Und auch bei den Rotbunten führt die Allianz die Bestenliste mit Snake Red an. Zudem gehört der genomische Bulle Konga zu den 20 Besten in Deutschland.

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