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Fünf neue Fahrzeuge für Gardelegener Ortsfeuerwehren

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Von: Ina Tschakyrow

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Wehrleiter im Feuerwehrfahrzeug
Miestes ehemaliger Wehrleiter Wolfgang Witte stellte das Vegetationsbrandbekämpfungsfahrzeug vor. © Ina Tschakyrow

Fünf neue Fahrzeuge wurden am Donnerstag offiziell an vier Ortswehren der Gardelegener Einheitsgemeinde übergeben. Darunter ist ein Vegetationsbrandbekämpfungsfahrzeug.

Gardelegen – „Wir hoffen, dass wir mit den neuen Fahrzeugen nicht viele Einsätze fahren müssen“, sagte Gardelegens Stadtwehrleiter Sven Rasch. Am Donnerstag fand die Übergabe der fünf neuen Fahrzeuge für vier Ortsfeuerwehren statt. Ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF), ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF), ein Vegetationsbrandbekämpfungsfahrzeug, ein Löschgruppenfahrzeug (LF) und ein Kommandowagen (KdoW) standen vor dem Gardelegener Feuerwehrgerätehaus. Zwei Fahrzeuge bleiben dort, drei weitere werden in Solpke, Jeseritz und Mieste stehen.

„Wir freuen uns als Feuerwehrkameraden sehr, dass der Stadtrat konsequent den Brandschutzbedarfsplan umsetzt“, sagte Stadtwehrleiter Sven Rasch und ergänzte: „Es muss nur nach links und rechts geschaut werden, es ist nicht überall so.“ Sven Rasch bedankte sich zudem bei Bürgermeisterin Mandy Schumacher, die, egal bei welchen Belangen, immer für die 1300 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, von den Kinder- und Jugendwehren bis zur Alters- und Ehrenabteilung, da sei.

6000 Liter Wassertank im Vegetationsbrandbekämpfungsfahrzeug

Das Vegetationsbrandbekämpfungsfahrzeug steht zwar in Mieste, kann aber, wie auch vertraglich geregelt wurde, landesweit eingesetzt werden. Die Kosten in Höhe von 305.700 Euro wurden mit 267.000 Euro Fördermittel und 38.700 Euro Eigenmittel finanziert. Der ehemalige Miester Ortswehrleiter Wolfgang Witte stellte die Besonderheiten des Fahrzeugs vor: Es hat einen Tank für 6000 Liter Wasser und für 200 Liter Schaum. Im Fahrzeug ist eine eingebaute Schaummischanlage. An allen vier Ecken des Fahrzeugs, von dessen Dach wegen der glatten Oberfläche auch eine Brandbekämpfung aus möglich ist, kann Wasser zum Löschen entnommen werden. Dazu gibt es Anschlüsse für die Schläuche. Wenn das Fahrzeug langsam fährt, ist auch währenddessen eine Brandbekämpfung möglich. Die extra großen Räder sind geländegängig. Deren Radkasten haben Markierungen, die anzeigen, bis zu welcher Höhe das Fahrzeug im Wasser stehen kann. Die Räder sind zudem kühlbar. Die drei Einsatzkräfte, die im Fahrzeug Platz haben, haben eigene Flächen für ihre persönliche Schutzausrüstung. Daneben befinden sich Wasserrucksäcke, die die Aktiven tragen können und dann über eine Handpumpe zum Löschen nutzen können. Außen befinden sich vier Lautsprecher, über die von innen mit den Einsatzkräften kommuniziert werden kann.

Etwa 1,1 Millonen Euro investiert

Die Ortswehr in Solpke erhält das MTF für 33.980 Euro, das HLF 10 bekommt die Ortswehr Jeseritz für 367.000 Euro, ein LF 20 für 406.000 Euro und der KdoW für 42.000 Euro erhält die Gardelegener Feuerwehr. Die Kosten dieser vier Fahrzeuge belaufen sich auf insgesamt 848.980 Euro, die alle ohne Fördermittel angeschafft worden sind. Damit hat die Stadt insgesamt Fahrzeuge im Wert von 1.154.680 Euro angeschafft, wovon 887.680 Euro Eigenmittel und 267.000 Euro Fördermittel sind. Die fünf neuen Feuerwehrfahrzeuge ersetzen die alte Technik vom Baujahr 1972 bis 1998.

Alte Fahrzeuge werden versteigert

Drei alte Fahrzeuge, die am Montag bereits abgeholt wurden, werden über ein Auktionshaus versteigert. Dabei konnte vor fünf Jahren ein altes Feuerwehrfahrzeug, ein Transporter, welches in schlechtem Zustand war, noch für 5300 Euro versteigert werden, erzählte Sven Rasch. Die alten Fahrzeuge standen in Gardelegen, Mieste und Berge. Die Berger Ortswehr bekommt nun das alte Fahrzeug der Jeseritzer Ortswehr. Der Kommandowagen für die Gardelegener Feuerwehr ersetzt den Einsatzleitwagen, der demnächst in Hottendorf sein wird.

Ende des Jahres, Anfang nächstes Jahr soll die Hubrettungsbühne der Gardelegener Feuerwehr gegen eine neue Drehleiter ausgetauscht werden, so Sven Rasch.

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