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Fünf Gardelegener erhalten Ehrennadel für ehrenamtliches Engagement

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Von: Ina Tschakyrow

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Gardelegenerin wird ausgzeichnet
Anette Bernstein erhielt von Bürgermeisterin Mandy Schumacher und dem Stadtratsvorsitzenden Kai-Michael Neubüser zwei Ehrennadeln. © Ina Tschakyrow

Beim Bürgerempfang der Stadt Gardelegen wurden am Sonnabend im Lindenhofgarten fünf Bürger und Bürgerinnen erstmals mit der Ehrennadel der Stadt Gardelegen für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt. 

Gardelegen – „Im Sommer feiert es sich genauso gut wie im Winter“, sagte Mandy Schumacher und begrüßte damit die Anwesenden beim Bürgerempfang, der am Sonnabend stattfand. Erstmals im Sommer und im Lindenhofgarten, der festlich geschmückt wurde, um die Bürger und die Stadt zu feiern.

Mandy Schumacher blickte in ihrer Rede auf die vergangenen zwei Jahre zurück: in die Zeit, als mit Ausbruch der Corona-Pandemie „viel improvisiert“ werden musste. Viele Menschen wollten helfen. Zum Beispiel das JFZ, mit dem die Stadt einen Einkaufsservice initiierte. „Solidarität ist das, was uns als Gemeinschaft zusammenhält“, sagte die Bürgermeisterin. Das zeigte sich auch mit dem Beginn des Angriffskrieges in der Ukraine. Mit der Wohnungsbaugesellschaft wurden Wohnungen zur Verfügung gestellt. Es war damals noch nicht klar, ob Geflüchtete nach Gardelegen kommen oder nicht. Es kamen Ukrainer. Unterstützung gab es von hier lebenden Ukrainern. „Heute sind wir das Zuhause von etwa 100 Personen mit ukrainischen Wurzeln“. Es wurden über 35.000 Euro gespendet, wofür sich Mandy Schumacher nochmals bedankte, unter anderem bei den Schülerinnen, die Pfandflaschen sammelten. Das restliche Geld soll nun dafür genutzt werden, um den Kindern einen guten Start ins Schulleben zu ermöglichen, erklärte Mandy Schumacher.

Verantwortung gegenüber Feuerwehr

Sie dankte den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren für deren ehrenamtliches Engagement. Der Stadtrat, die Verwaltung und die Bürgermeisterin wollen den Kameraden und Kameradinnen zeigen, „wie wertvoll sie sind“. Deswegen können die Aktiven unter anderem Dorfgemeinschaftshäuser und die Bibliothek kostenlos nutzen. „Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir gegenüber den Kameraden und Kameradinnen haben“, sagte Mandy Schumacher. Feuerwehrgerätehäuser werden deswegen neu gebaut. Am 2. Juli soll das neue Gerätehaus „Modell Gardelegen“ in Estedt eröffnet werden. Es entsteht noch in Solpke und Wiepke. In Solpke werden zudem eine neue Kindertagesstätte und ein neues Wohngebiet gebaut. Denn auch hieran zeige sich, dass es mehr Zuzug als Wegzug gebe, freute sich die Bürgermeisterin.

Lob für Arbeitsgemeinschaft Stolpersteine

Es wurde auch Einiges für die Einwohner getan, zum Beispiel der Bürgerservice in der Stadtverwaltung. Demnächst wird ein Radwegekonzept erarbeitet. Der Bürgerpark wird nach Wünschen der Einwohner gestaltet. Zuletzt wurde die Calisthenics-Anlage eröffnet. Ärgerlich sei es, wenn im Bürgerpark so viel zerstört werde, „aber das hält uns nicht davon ab, dort weiter zu investieren“. Es werde sich für die Jugend engagiert, beispielsweise gibt es seit eineinhalb Jahren den Jugendbeirat. Schüler und Schülerinnen begannen ein Projekt, um den Opfern des Bombenangriffs am 15. März 1945 zu gedenken. Für dieses Projekt wurden während des Bürgerempfangs Spenden gesammelt. Als Denkmal zum Gedenken wurde eine Tür gewählt. Für die Umsetzung werden nun Spenden benötigt.

Projekte für die Umwelt

Engagiert sind Stadt und Bürger auch für die Umwelt. Das Projekt „Unser Baum für uns“ ist gestartet – „damit wird die Stadt grüner“. Es gebe außerdem Beet- und Papierkorbpaten. „Wir alle sind die Stadt und deswegen unterstützen wir uns gegenseitig.“

Die Stadt- und Ortschaftsräte „schaffen unglaublich viel“. Es gebe den Wunsch, so Mandy Schumacher, mit den Bürgern „mehr ins Gespräch zu kommen“. Es müsse zusammengearbeitet werden, denn so „entwickeln wir die Stadt weiter“ und ergänzte abschließend: „Wir sind unsere Stadt“.

Ehrenamt wichtig für Stadt

„Das Ehrenamt macht die Stadt aus“, fuhr sie fort. Deswegen wurden beim Bürgerempfang erstmals Bürger und Bürgerinnen mit der städtischen Ehrennadel ausgezeichnet. Anette Bernstein wurde für ihr Engagement im Kultur- und Denkmalpflegeverein geehrt und erhielt hierfür auch die Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt. Ausgezeichnet wurde Rüdiger Kass für sein Engagement, Jugendliche im Jagdhornblasen auszubilden. David Wolfowski, der nicht anwesend war, erhielt die Ehrennadel für seine Arbeit in der Arbeitsgemeinschaft Stolpersteine. Letzlingens langjährige Ortsbürgermeisterin Regina Lessing wurde für ihr kommunalpolitisches Engagement geehrt. Hans Eggert bekam die Auszeichnung, da er bereits seit 51 Jahren den Gardelegener Männerchor „Eintracht“ dirigiert.

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