Wer führt künftig die Letzlinger Feuerwehr?

Letzlingen – von Stefan Schmidt Die Feuerwehr in Letzlingen steht vor einer ungewissen Zukunft. Während der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Feuerwehr-Gerätehaus erklärte der jetzige Wehrleiter Klaus Girmann unmissverständlich, dass er ab Mai nicht mehr für ein Vorstandsamt zur Verfügung stehen werde. Über die Gründe schwieg er sich aus. Bereits vor einem Jahr hatte Girmann gedroht hinzuschmeißen, weil die Anwesenheit vor allem bei den Dienstversammlungenneher gering war. Dies habe sich nicht grundlegend geändert, bilanzierte er während der Versammlung.

Da seit knapp einen Jahr, nach dem Rückzug von Hans-Jürgen Heiland, auch kein Stellvertreter offiziell fungiert – Sven Möller bekleidet diesen Posten seit einen Dreivierteljahr kommissarisch – ist derzeit nicht klar, wer ab Mai, wenn der Vorstand neu gewählt werden muss, die 46 Mitglieder starke Feuerwehr im Heidedorf führen wird.

Aktuell gibt es in der Letzlinger Wehr 20 aktive Kameraden. Probleme gibt es vor allem bei den Kraftfahrern. Zwei dieser Kraftfahrer, bei denen einer die Fahrerlaubnis über die Gemeindekasse mitfinanziert bekam, waren seit zwei Jahren so gut wie nicht mehr bei Dienstversammlungen erschienen, bemängelte Girmann. Nun überlegt man, das investierte Steuergeld wieder zurück zu verlangen. „Kritisch“ sehe es mitunter bei Alarmierungen aus, was die Kraftfahrerposten angehe, so der Wehrleiter.

Dass die Einsatzbereitschaft der Letzlinger Feuerwehr vonnöten ist, beweist die Statistik aus dem abgelaufenen Jahr. Denn die Wehr hatte nicht weniger als 26 Einsätze. Neun davon allein in den Stunden vor Heiligabend, als die Kameraden zu diversen winterlichen Einsätzen ausrücken mussten und der Strom in der Gemeinde stundenlang ausfiel.

Vom Material her, so listete Klaus Girmann auf, sei die letzlinger Wehr hingegen gut ausgestattet, die Ausrüstung sei „technisch auf einem sehr guten Stand.“ Ausdrücklich dankte er Bürgermeisterin Regina Lessing und der Gemeindesekretärin Inge Freitag für ihr jahrelanges Engagement für die Belange der Feuerwehr.

Die Letzlinger Wehr muss sich aber nicht nur einen neuen Chef suchen. Auch das Amt des Jugendwehrleiters muss neu besetzt werden. Denn Janet Pape erklärte am Freitagabend zu Beginn ihres Rechenschaftsberichts, durchaus zur Überraschung mancher Anwesender, ebenfalls, dass sie für eine neuerliche Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stehen werde.

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