Stiftung gibt Heimatverein Jävenitz 2000 Euro für Wiederaufbau

Frischer Blechkuchen aus dem alten Backofen

Symbolischer Auftakt des Backofenwiederaufbaus: Die Mitglieder des Jävenitzer Heimatvereins freuten sich gestern mit (vorn v.l.) Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs, Vereinsvorsitzender Elisabeth Gille-Frank und Stiftungsvorstand Magnus Staehler. Foto: Osmers

Jävenitz / Zichtau. Dank der Zichtauer „Stiftung Zukunft Altmark“ geht für den Jävenitzer Heimatvereins nun ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Im 13.

Jahr des Bestehens kann der Verein in den „Heimatstuben“ im Jävenitzer Weidenhof einen alten Backofen restaurieren und in Betrieb nehmen.

Die Freude bei den Vereinsmitgliedern war gestern groß. Magnus Staehler, Vorstand der „Stiftung Zukunft Altmark“, überraschte die Mitstreiter um die Vorsitzende des Heimatvereins, Elisabeth Gille-Frank, mit der erhofften Zusage einer Spende in Höhe von 2000 Euro. Mit dem Geld kann der Verein nun Ofensetzer beauftragen, die die Einzelteile des historischen Backofens originalgetreu zusammenfügen. Der alte Ofen stammt aus dem Privatbesitz einer Jeggauer Familie und war dort Ende 2012 abgebaut und nach Jävenitz gebracht worden. Seither liegen Schamottsteine und Metallteile nun sicher verwahrt in den „Heimatstuben“.

Die Wahl der Zichtauer Stiftung fiel nicht zufällig auf Jävenitz. „Wir haben ganz bewusst den Heimatverein unterstützt“, sagte Magnus Staehler. Der Verein übertrage altes Handwerk und alte Technologie in die nächsten Generationen, lobte er das Engagement der Jävenitzer. Die Ambitionen passen offenbar gut ins Konzept der Stiftung, die im laufendem Jahr zudem plant, in Zichtau eine Kulturwerkstatt ins Leben zu rufen. Im Rahmen der Aktion „Kulturregion Altmark“ sollen dabei die kulturellen Aktivitäten beider Altmarkkreise gebündelt werden.

In der ersten Jahreshälfte soll der alte Backofen dann in altem Glanz erstrahlen und die Einweihung mit einem Backfest – und dem ersten frischem Blechkuchen – gefeiert werden. Eine Bedingung haben Magnus Staehler und Stiftungsgründer Hasso von Blücher allerdings vor der Spendenzusage gestellt: „Wir haben uns ein Deputat ausbedungen, denn wir essen beide gern Kuchen“, verriet Staehler, der die Einladung zum Fest sofort annahm.

Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs lobte die Aktivitäten des Heimatvereins im Jävenitzer Weidenhof als „Zentralstelle für das dörfliche Leben“ und sieht dies in einer Reihe mit den Aktionen zum Altmärkischen Heimatfest, das dieses Jahr in Gardelegen gefeiert wird. Die Vereinsvorsitzende dankte der Stiftung für die bislang höchste Einzelspende, die der Jävenitzer Heimatverein bekommen hat. „Das beflügelt uns für die Zukunft“, versicherte Gille-Frank.

Von Dirk Osmers

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