Nach großem Interesse referiert Torsten Haarseim erneut über die Frage „Was wusste man?“

Fratze der NS-Zeit in Gardelegen

Im September kamen viele Bürger zum Vortrag. Weil das Interesse so groß ist, gibt es einen weiteren Vortrag.
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Im September kamen viele Bürger zum Vortrag. Weil das Interesse so groß ist, gibt es einen weiteren Vortrag.

Gardelegen – Am 13. April jährt sich zum 75. Mal der Tag, an dem das schreckliche Massaker an der Isenschnibber Feldscheune das kleine Gardelegen auf traurige Art weltweit bekannt machte.

Doch viele Bewohner der altmärkischen Stadt meinten damals, von dem, was diesem Holocaust vorangegangen war, nichts gewusst zu haben. „Wirklich nicht?“, fragte sich Torsten Haarseim, und recherchierte eifrig.

Was die Gardelegener während der Zeit des Nationalsozialismus tatsächlich über den Holocoaust wissen konnten, interessierte im vergangenen Jahr bereits zahlreiche Besucher der Bibliothek, die dort im September den von Torsten Haarseim mit vielen originalen Zeitungsausschnitten und Fotos jener Zeit veranschaulichten Vortrag „Gardelegen im Nationalsozialismus“ verfolgten. Die Anwesenden fragten nach, wollten von Torsten Haarseim mehr wissen über das Thema und diskutierten nach dem Vortrag miteinander.

Wegen des großen Interesses an diesem Thema wird Torsten Haarseim am Freitag, 27. März, ab 19.30 Uhr erneut zu Gast in der Gardelegener Bibliothek sein und auf Einladung von deren Förderverein anhand der von ihm zum Teil bei einem Online-Versteigerungsportal erworbenen und aus Russland gelieferten Dokumente das Gesicht des Nationalsozialismus in Gardelegen und dessen Fratze zeigen. Am Ende kann dann jeder selbst die Frage beantworten, was Gardelegener einst vom Nationalsozialismus wissen konnten.

Eintrittskarten für diese Veranstaltung gibt es ab Montag, 2. März, in der Bibliothek im Schlüsselkorb 16 in Gardelegen, teilt der Bibliotheksförderverein mit.  pm

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