Lehrgangsleiter erhielt während der Zeugnisübergabe bei den Jungjägern die Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt

Franke: „Ich bin sehr geehrt und gerührt“

Helmut Franke (links) erhielt aus den Händen des stellvertretenden Landrates Eckhard Gnodtke die Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt.

Zichtau. Eine zahlenmäßig starke Truppe präsentierte sich am Donnerstagabend im Ferienpark Zichtau. Dort erhielten nicht weniger als 28 Weidmänner ihre Urkunde und dürfen sich ab sofort Jungjäger nennen. Vier Monate lang machten sie den Lehrgang mit und bestanden diese Hürde.

Lehrgangsbester war dabei Dennis König aus Immekath.

Neben viel Theorie gab es auch den praktischen Teil, unter anderem auf dem Schießplatz Kahnberg bei Berge. Dort trotzten die angehenden Jäger nicht zuletzt dem frostigen Wetter im Laufe dieses langen und kalten Winters.

Hans-Ulrich Brückner, der Kreisjägermeister, beglückwünschte die Prüflinge und erinnerte gleichzeitig daran, dass das eigentliche Lernen nun erst beginne. „Suchen Sie sich einen erfahrenen Jäger und lassen Sie sich von ihm alles beibringen“, riet er vor der Übergabe der Urkunden. Und auch Eckhard Gnodtke, der stellvertretende Landrat, der für den verhinderten Landrat Michael Ziche im Zichtauer Ferienpark war, freute sich über die weidmännische Nachwuchsgewinnung. „Sie tragen eine sehr hohe Verantwortung“, mahnte er.

Gnodtke war es auch, der anschließend eine besondere Auszeichnung vornahm. Helmut Franke aus Gardelegen, seit 1977 Jäger und seit zwei jahrzehnten der Leiter der Jungjäger-Lehrgänge und somit der Chef-Ausbilder im Altmarkkreis Salzwedel, erhielt – er selbst ahnte davon im Vorfeld nichts – die Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt, unterschrieben von Ministerpräsident Reiner Haseloff persönlich. Das sei „eine tolle Sache“ bedankte er sich bei jenen, die Franke für diese Auszeichnung vorgeschlagen hatten, unter anderem der Kreisjägermeister selbst. Er sei „sehr geehrt und gerührt“, gab der 63-Jährige zu, als ihm Gnodtke die Ehrennadel unter dem Beifall der Anwesenden überreichte.

Dass es in diesem Jahr 28 neue Jungjäger gibt, freute Hans-Ulrich Brückner besonders. Denn im Vorjahr musste der Lehrgang ausfallen, auch mangels Beteiligung. Und: In diesem Jahr wurde der Lehrgang gestrafft, ging er über vergleichsweise kurze vier Monate. Der Aufwand für die Teilnehmer sei in den vergangenen Jahren zu hoch geworden, so Franke. Manch einer hatte sich von der langen Dauer wohl auch abschrecken lassen.

Von Stefan Schmidt

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