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Förderung für neuen Marktplatz in Letzlingen?

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Von: Ina Tschakyrow

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Marktplatz Letzlingen
Der Marktplatz in Letzlingen soll umgestaltet werden. Umgesetzt werden soll das Vorhaben über das Städtebauförderprogramm. © Lea Weisbach

Letzlingen soll mit in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen werden. Mit den finanziellen Mitteln soll die Ortsmitte neu gestaltet werden. Vorschläge gibt es unter anderem für den Marktplatz.

Gardelegen/Letzlingen – Für die Letzlinger Ortsmitte hat eine Projektgruppe zusammen mit dem Ortschaftsrat einen Antrag auf Förderung aus dem Städtebauförderprogramm des Bundes „Lebendige Zentren“ erarbeitet. Daraufhin wurde für die Fortschreibung des Integrierten Gemeindlichen Entwicklungskonzepts (IGEK) von der Stadt Gardelegen das Büro für Siedlungserneuerung Dessau mit der Erstellung eines städtebaulichen Entwicklungskonzepts für Letzlingen beauftragt, welches von den Mitarbeitern Holger Schmidt und Thomas Fischer im Bauausschuss am Montagabend vorgestellt wurde.

In dieses Konzept werden die Überlegungen der Projektgruppe miteinbezogen. Das Konzept soll so aufgearbeitet werden, dass mit diesem „erfolgreich Fördermittel für diesen Bereich beantragt werden können“, erklärte Thomas Fischer und somit dieser Ortsteil mit in das Städtebauförderprogramm aufgenommen wird.

Er stellte klar, dass die Ortsmitte „aber nicht nur der Markt ist“. Dazu zählen der nördliche Bereich des Marktes, wo die PUG-Kaufhalle war, das Kulturhaus, der geplante Tag- und Nachtmarkt, die Filiale der Sparkasse, das Jagdschloss und die Schlosskirche sowie der Verbindungsweg dorthin, die Filiale der Volksbank, Apotheke und Freiwillige Feuerwehr, der Gasthof sowie der Kreuzungsbereich zur B 71.

Es sollte also nicht nur die Ortsmitte gestaltet werden, sondern beispielsweise auch der Weg vom Marktplatz zum Jagdschloss und zur Schlosskirche. Thomas Fischer ergänzte, dass die Gestaltung auf weitere Bereiche rund um den Marktplatz ausgeweitet werden soll. Derzeit befinden sich auf dem Marktplatz unter anderem Sitzgelegenheiten, Informationsschilder, ein Brunnen und Bäume. Es gebe in diesem Bereich „Defizite in der Aufenthaltsqualität“, sagte Thomas Fischer, und daher „wenig Menschen, die sich dort aufhalten“.

Die Projektgruppe hat einen Vorschlag zur Gestaltung dieses Bereichs rund um den Marktplatz erarbeitet. Dieser sei „bemerkenswert“, so Thomas Fischer, da der Vorschlag sehr „detailliert“ sei.

Auf der Planskizze zum Vorschlag ist zu sehen, dass Sitzgelegenheiten kreisförmig auf dem Marktplatz angeordnet werden könnten, dazwischen sind Bäume. Weiterhin wären Rabatten mit Heidekraut möglich, ebenso Rasenflächen und Hochbeete sowie eine Stellfläche für Markthändler. Der Vorschlag sieht vor, die Parkplatzflächen im südlichen Bereich des Marktplatzes so zu verändern, dass weitere Sitzgelegenheiten entstehen. Vor den Bebauungen rund um den Marktplatz könnten weitere begrünte Bereiche entstehen.

Neben der Umgestaltung des Marktplatzes sowie des Weges zum Schlossareal sollen mit dem Fördergebiet noch der Umbau und die Qualifizierung des Kulturhauses als Treffpunkt für die Ortsgemeinschaft sowie der Wiederaufbau der nördlichen Platzbebauung umgesetzt werden.

Die Fachausschüsse empfahlen die Fortschreibung des IGEK. Der Stadtrat entscheidet schließlich.

Ab nächstes Jahr könnte es möglich sein, weitere Ortsteile in das Städtebauförderprogramm aufzunehmen, informierte Bauamtsleiter Ottmar Wiesel noch im Finanzausschuss am Mittwochabend.

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