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Hauptamtliche Stelle im Gardelegener Jugendförderungszentrum geplant

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Von: Stefan Schmidt

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Schild vor Gebäude
Das Gardelegener JFZ wäre Träger der Maßnahme © Stefan Schmidt

Eine hauptamtliche Stelle für Beschaffung von Fördergeld soll geschaffen werden.

Gardelegen – Wie kommen Vereine und Organisationen an Fördergeld? Wie kann man die gemeinsamen Interessen miteinander verknüpfen? Das soll die Hauptaufgabe einer neuen Stelle sein, die unter dem Dach des Gardelegener Jugendförderungszentrums (JFZ) geschaffen werden soll. Mit diesem Thema beschäftigen sich die Mitglieder der Fachausschüsse ab der kommenden Woche und abschließend auch der Stadtrat.

Hintergrund: Die Stadt Gardelegen ist im Juni in den Verbund „Engagierte Stadt“ aufgenommen worden – als einzige Kommune aus Ostdeutschland. Nun soll dafür über ein neues Förderprogramm eine hauptamtliche Stelle geschaffen werden. Und zwar über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, heißt es in der Beschlussvorlage für die Stadträte.

Aus Bundesmitteln gibt es dafür maximal 100 000 Euro pro Jahr für den Zeitraum von zwei Jahren. Voraussetzung ist aber, dass sich auch die Stadt Gardelegen an der Finanzierung „in Höhe von mindestens 10 % der Gesamtausgaben“ beteiligt. Das sollen die Stadträte während ihrer nächsten Zusammenkunft genehmigen. Träger dieser Maßnahme ist das Gardelegener Jugendförderungszentrum. Geschaffen werden soll eine Koordinierungsstelle. „Des Weiteren soll eine zentrale Anlaufstelle, die die Möglichkeit von Beratungen, Netzwerkarbeit und Angeboten für alle Altersschichten sowie Familien bietet, errichtet werden“, heißt es weiter. Das „Wir für uns“-Gefühl solle auf diese Weise verstärkt werden.

So könnten sich Vereine und Organisationen an diese Anlaufstelle wenden, um Fördertöpfe anzuzapfen und bei der Beantragung unterstützt zu werden. Denn manch ein Vereinsvorsitzender oder Schatzmeister ist längst erfahren darin, Fördergeld zu beantragen – andere wissen gar nicht, dass es solche Fördermöglichkeiten überhaupt gibt.

Das Geld für den städtischen Anteil dieser hauptamtlichen Stelle soll aus den Mehrerträgen der Gewerbesteuer kommen.

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