NTN Antriebstechnik im Gardelegener Industriegebiet beschäftigt 170 Mitarbeiter / Firmenjubiläum

Von Fischbeck bis Salzgitter

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NTN-Geschäftsführer Guido Steffen (links) und Peter Timme vom VDI freuen sich auf die Aktivitäten zum 100-jährigen Firmenjubiläum. So gibt es erstmals einen Tag der offenen Tür. 

Gardelegen. In den vergangenen vier Monaten, so berichtet Guido Steffen, Geschäftsführer der NTN Antriebstechnik im Gardelegener Industriegebiet, habe man 35 neue Mitarbeiter eingestellt. Die Auftragslage beim Automobilzulieferbetrieb ist also gut.

Und das in einem Jahr, das für NTN ein besonderes ist. Denn die Firma, die im japanischen Osaka gegründet wurde und dort bis heute ihren Stammsitz hat, wird 100 Jahre alt. Auch in Gardelegen wird dies gefeiert. Unter anderem mit einem erstmals veranstalteten „Tag der offenen Tür“ am Donnerstag, 6. September. An diesem Tag soll es ab 10 Uhr Produktpräsentationen und Werksführungen geben. Darüber hinaus steht das diesjährige Symposium des VDI (Verband deutscher Ingenieure) am Donnerstag, 15. November, im Gardelegener Schützenhaus ganz im Zeichen des NTN-Jubiläums – wahrscheinlich auch mit einem Besuch von Ministerpräsident Reiner Haseloff am Standort Gardelegen.

NTN, das sind übrigens die Initialen der Firmengründer von vor 100 Jahren. Mittlerweile hat der japanische Mutterkonzern weltweit rund 100 Standorte. NTN stieg im Jahre 2006 mit 25 Prozent in das damalige IFA-Werk in Gardelegen, das im Jahre 2002 seine Produktion im Norden Gardelegens aufgenommen hatte, ein, übernahm 2012 weitere 50 Prozent und ist seit April 2017 100-prozentiger Eigner des Standortes an der Buschstückenstraße.

Wie viele andere Betriebe, so habe auch NTN nach Aussage des Geschäftsführers Probleme, Stellen zu besetzen. „Je höher die Qualifizierung ist, desto schwieriger wird es für uns“, konstatiert Guido Steffen. Deshalb „reicht es längst nicht mehr aus, einfach nur eine freie Stelle beim Arbeitsamt zu melden.“ NTN wirbt bei Heimspielen des Fußbal-Drittligisten 1. FC Magdeburg ebenso wie auf Ausbildungsmessen. Auch zu hiesigen Sekundarschulen habe er versucht, Kontakt aufzunehmen. Die Resonanz sei jedoch enttäuschend gewesen, so Guido Steffen.

NTN arbeitet weitgehend autark. Durch das weltweite Firmennetz gebe es für Mitarbeiter aber die Möglichkeit, auch mal Auslandserfahrung zu schnuppern, nennt Guido Steffen einen Vorteil der NTN-Zugehörigkeit

Aktuell gebe es Mitarbeiter, die aus dem ostelbischen Fischbeck ebenso täglich nach Gardelegen pendeln wie aus dem niedersächsischen Salzgitter. Gearbeitet wird im Drei-Schicht-System. Hauptabnehmer ist das Volkswagenwerk in Wolfsburg. Man liefere aber auch bis nach Kanada, berichtet der Geschäftsführer.

Von Stefan Schmidt

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