Firma Grocholl will Produktion ausbauen

Landrat Michael Ziche (rechts) suchte gestern das Gespräch mit der Grocholl-Geschäftsleitung und hörte gute Neuigkeiten. Die Brüder Sebastian (Mitte) und Tobias Grocholl (nicht im Bild) planen die Erweiterung der Kalbenser Produktionsstätte. Foto: Osmers

Kalbe. Die Kartoffel rollt, und rollt und rollt. Der Kalbenser Betrieb Grocholl ist an seine Produktionsgrenzen gestoßen und soll erweitert werden. Darüber informierten gestern Nachmittag die Geschäftsführer, Tobias und Sebastian Grocholl, Landrat Michael Ziche.

Die Liebe der Deutschen zur Kartoffel bescherte dem Unternehmen der Mildestadt einen Rekordabsatz. „In der Grillsaison kommen wir kaum noch hinterher“, berichtete Tobias Grocholl gestern dem Landrat, der die seit 2001 in Kalbe ansässige Firma im Rahmen eines Informationsbesuches besichtigte. Bis zu 500 Tonnen Kartoffeln und 40 Tonnen Zwiebeln werden im Betrieb in Spitzenzeiten täglich zu Halbfertigprodukten verarbeitet und zur Weiterverarbeitung für Lebensmittelhersteller veredelt.

80 bis 90 Mitarbeiter sorgen bei Hochkonjunktur im Akkord dafür, die Nachfrage zu decken – in der Produktionsanlage im Zweischichtsystem, im Verpackungs- und Lagerbereich sogar im Dreischichtsystem. Selbst das neue Lager, das im Vorjahr für 3,5 Millionen Euro an das Werk angebaut wurde und in dem sich bis unter die Decke Kartoffelprodukte stapelten, war schon kurz nach dem Anbruch der Grillsaison wie leergefegt. Nach dem „schlechten Kartoffeljahr 2010“ mit Ernteverlusten von bis zu 40 Prozent sei die Nachfrage nun besonders hoch. „Wir sind ausgelastet bis an die letzte Kante“, sagte Tobias Grocholl und berichtete dem Landrat von ersten Plänen, deshalb die Produktion am Standort Kalbe auszubauen und auch das Labor zu erweitern. „Das ist zwar noch Zunftsmusik, aber die Ideen dafür sind da“, so Grocholl und fügte mit Blick auf den Landrat hinzu: „Aber die Rahmenbedingungen müssen stimmen.“

Ziche begrüßte die Ankündigung und nutzte den gestrigen Besuch gleich zu vertraulichen Gesprächen.

Von Dirk Osmers

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