Gardelegens Drehleiter ist nach langer Odyssee wieder einsatzbereit / Stadt zahlt 45 000 Euro

Finnen übernehmen Zusatzkosten

Generalüberholungs-Auftrag mit Mängeleintragung: Die rot eingetragenen Passagen waren für die finnische Firma „Wichtich“.

Gardelegen. Gutes Ende einer fast unendlichen Geschichte: Die Drehleiter der Gardelegener Feuerwehr ist endlich wieder einsatzbereit.

Wie Gardelegens Ordnungsamtsleiter Heiko Hirsch auf Anfrage der Altmark-Zeitung bestätigt, seien Mitarbeiter einer finnischen Fachfirma nun in Gardelegen gewesen und hätten das vor zehn Jahren angeschaffte Gefährt soweit bestückt, dass Gardelegens Wehrleiter Wolfgang Hein die Arbeiten abgenommen hat.

Die gesetzlich vorgeschriebene Generalüberholung der Drehleiter, im offiziellen Sprachjargon Hubrettungssteiger genannt, geriet im Sommer zu einer Posse. Denn das Fahrzeug musste im fernen Finnland neu bestückt werden. Dies hatte die Stadt beim Kauf vertraglich festgelegt.

Doch in der finnischen Kleinstadt Kaarina stand das Fahrzeug deutlich länger als vorgesehen. Vor allem deshalb, weil wichtige Ersatzteile nicht lieferbar waren: Eine andere Firma hatte sich in die Sommerferien verabschiedet. Als Ende August dann endlich das Gefährt per Fähre über die Ostssee zurückkam, lehnte Wehrleiter Wolfgang Hein eine Abnahme ab: Es gab zu viele nicht oder nur unzureichend erledigte Arbeiten.

Die angefertigte Mängelliste ging per E-Mail nach Finnland –und kurze Zeit später kamen Mitarbeiter der Firma nach Gardelegen, um die Missstände zu beheben. Zwei Tge seien sie vor Ort gewesen, so Heiko Hirsch.

Diese Zusatzkosten muss die Stadt selbstverständlich nicht tragen. Und: Auch die Mietkosten für das Anfang August besorgte Ersatzfahrzeug aus Karlsruhe übernimmt die finnische Firma, die in einem Jahrzehnt mit einer erneuten Generalüberholung wieder an der Reihe wäre. So bleiben der Stadt noch 45 000 Euro an Kosten für die jetzige Generalüberholung.

Von Stefan Schmidt

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